Es reicht nicht, dein Kind zu lieben. Es muss sich geliebt fühlen!

von | Mrz 31, 2020 | Achtsamkeit, Bedürfnis & Bindung, Erziehung/Beziehung, Kinder verstehen, Liebe/Selbstliebe/Selbstmitgefühl, Perspektivenwechsel

Hallo liebe Mami!

Die große Kunst der Mutterschaft ist es, sein Kind so zu lieben, dass es sich auch geliebt fühlt.
So einfach wie es klingt, ist das aber nicht immer, denn dein Kind ist ein eigener Mensch, mit eigenen Erfahrungen, eigenen Bedürfnissen, es hat einen eigenen Blick auf Dinge, es hat eigene Wunden, wie auch du.
Du bist keine schlechte Mutter, wenn du dein Kind nicht immer „lesen“ kannst. Die meisten Menschen kennen sich selbst nicht einmal richtig, wie verrückt wäre es dann zu erwarten, dass man einen anderen Mensch durch und durch erfassen kann?
Was bedeutet das?
Mutter und Kind sprechen manchmal verschiedene Sprachen:
Du benutzt Worte, die dein Kind nicht versteht. Du verschickst Signale, die dein Kind misinterpretiert.
Es wird ab und zu vorkommen, dass es verletzt wird, obwohl du es beschützen willst.
Es wird auch mal so sein, dass es sich ungeliebt fühlt, obwohl du dein Leben für dein Kind hergeben würdest.
Und es wird sich auch mal ungerecht behandelt fühlen, obwohl du nur eins aus tiefsten Herzen willst: sein seelisches Wohl.
Bei diesem Liebestanz, steigt ihr euch mal auf die Füße, dann findet ihr euren Rhythmus wieder und tanzt weiter. Ihr übt, ihr werdet besser. Ihr verschmelzt zu zwei Individuen in einer magischen Beziehung.
Behütet, von dir begleitet, lernt es, dass es das Gefühl von Ungerechtigkeit gibt, aber auch Versöhnung und Vergebung. Es lernt, wie es ist, wenn man sich ungeliebt fühlt, aber auch, dass man doch nie alleine ist. Es lernt, wie das ist, wenn man sich missverstanden fühlt, aber es lernt auch, dass man einander näher kommen kann, wenn man die richtigen Signale/Worte findet.
Wenn dein Kind sich von dir geliebt fühlen soll, dann musst du seine Sprache sprechen. Du darfst dich aber auch mal versprechen, denn dafür schafft eine gute Bindung Raum.
 

Meine Tipps für dich:
    1. Lass dein Kind aussprechen und schau es dabei an (Achtung Handy).
    2. Nimm die Gefühle deines Kindes ernst und werte sie nie ab. Es hat eine eigene Wahrnehmung und die ist genau so viel wert wie deine.
    3. Vertraue darin, dass dein Kind am besten weiß, was ihm gut tut.
    4. Vorsicht mit Kritik! Sprich respektvoll mit ihm/ihr und denk dran, wie du mit deinem Kind sprichst, beeinflusst sein Selbstwertgefühl!
    5. Schaffe bitte eine Ja-Umgebung. Egal ob es um Essen, Spielsachen oder Klamotten geht. Es bekommt noch genug Nein zu hören.
    6. Sprich nicht schlecht über dein Kind mit anderen, während es dir zuhört. Es kann erniedrigend und bloßstellend sein. Außerdem ist es respektlos.
    7. Nimm dir Zeit für ungeteilte Aufmerksamkeit. Du signalisierst damit: Ich liebe es Zeit mir dir zu verbringen und du bist es mir wert, dass ich mir Zeit nehme.
    8. Lobe es nur, wenn es von Herzen kommt und sag nicht ständig “toll” obwohl du gar nicht mitbekommen hast, worum es geht. Lob kann abhängig machen nach Anerkennung.
    9. Wenn dein Kind “Mist gebaut hat” ist der beste Zeitpunkt um zu beweisen, wie “bedingungslos” deine Liebe und wie gut eure Beziehung ist.

Hier bekommst du die 9 genannten Tipps auch als Poster zum ausdrucken!

Welche Situationen kennst du, in denen du etwas Gutes für dein Kind tun willst, aber es kommt vielleicht nicht so gut bei deinem Kind an?

Deine Dr. Mami

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  • Europäisches Diplom für ganzheitliche Medizin
  • i.A. Psychotherapie für Kinder- und Jugendliche
  • Lehrerin für achtsame Elternschaft mit Selbstmitgefühl
  • Expertin auf www.bindungsorientiert.com
  • diverse zusätzliche Qualifikationen

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