Ist die Babyflasche Normalität?

Ist die Babyflasche Normalität?

Ist die Babyflasche Normalität?

Warum es ein Zeichen unserer krankmachenden Gesellschaft ist, dass die Flasche als Norm gilt

Früher wurden alle Babys gestillt. Dann kam eine Zeit, in der Babys, deren Mamis nicht stillen konnten oder arbeiten mussten, von Ammen gestillt wurden. Auf der Suche nach der idealen Alternative für Muttermilch, etablierte sich die SäuglingsmilchIndustrie. Wer sich Formelnahrung leisten konnte, hatte Geld! Die Marketingmaßnahmen der Babymilchindustrie haben in den letzten Jahrzehnten ein erfolgreiches BrainWashing vollzogen: In den westlichen Kulturen wird Stillen mittlerweile als Perversion (schließlich denken viele, Muttermilch bringt es nicht)  empfunden, während Familien aus armen Ländern, die ihren Kindern Babymilch kaufen können, ihren Status erhöhen. 

Ja, manchen Müttern aus armen Ländern wird sogar eingetrichtert, dass Säuglingsmilch besser ist als Muttermilch. Dafür nimmt die BabymilchIndustrie auch in Kauf, dass unzählige Kinder dort an banalen Infekten versterben! 

Was soll das blöde Gequatsche: in der modernen Welt brauchen wir die Vorteile von Muttermilch nicht? Der Mensch hat noch die gleichen psychischen und körperlichen Bedürfnisse wie vor Tausenden von Jahren. Wenn moderne Menschen das akzeptieren können, treffen sie eine Entscheidung FÜR die Natur ihres Kindes. 

Warum wehren sich so viele dagegen, zu akzeptieren (wo doch sogar die Wissenschaft für das Stillen ist), dass Stillen die Normalität ist? 

Selbst Fachpersonal, das es besser wissen müsste, spinnt die abstrusesten Theorien rund um das Thema Stillen! Oft ist es gerade das Fachpersonal, das Schuld daran hat, dass Frauen, die Still-Begleitung brauchen (auch Hilfe beim Stillen zu brauchen ist evolutionsbiologisch vorgesehen)  und stillen wollen: nicht stillen können, frühzeitig abstillen und sich bis an das Ende ihres Lebens wie Versagerinnen fühlen. 

In einer Kultur wie unserer, in der der Mensch sich nicht eingestehen will, dass das was er tut und das was er braucht, unterschiedliche Dinge sind, entfremdet er sich immer mehr von seiner eigenen Natur. Das versetzt ihn in Stress, wenn er Glück hat, merkt er es und kann daran etwas ändern. Lasst doch bitte die Mütter in Ruhe, die wissen, was ihnen und ihren Kindern gut tut. 

Stillen ist die Natur- nicht die Flasche! 

Die Tatsache, dass man sich über Themen wie „Stillen in der Öffentlichkeit“ , „Langzeitstillen“, „Tandemstillen“ streitet , das zeigt mir nur, dass der Mensch sich immer mehr von seiner menschlichen Natur entfremdet. 

Das ist nicht gut. Denn aus seiner inneren Natur schöpft er Kraft. So wie Babies körperliche und psychische Kraft aus dem Stillen schöpfen!

Was machen Menschen noch wider ihrer Natur? 

Deine Dr.Mami

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Heute mal nichts! 🙂

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Stillen ist kein Instinkt und Unterstützung zu brauchen ist natürlich!

Stillen ist kein Instinkt und Unterstützung zu brauchen ist natürlich!

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Hallo liebe Mami!

(Wenn du diesen Beitrag lieber hören möchtest, dann klicke hier für das YouTube Video oder hier für den Podcast.

Ich dachte immer, Stillen sei das Natürlichste und deshalb Einfachste der Welt. Bei meiner ersten Tochter war das auch so. Ich hatte noch nicht einmal darüber nachgedacht ob ich stillen wollte oder nicht: die Hebamme legte sie mir auf die Brust und sie saugte wie eine 1.

War ja klar, schließlich ist Stillen ein Instinkt, oder doch nicht?

NEIN! Stillen ist kein Instinkt! Da unsere Babies physiologische Frühgeburten sind (sonst kämen sie mit ihren riesigen Köpfen und Körpern nicht mehr aus dem Becken der Mutter), klappt das Stillen bei vielen Müttern eben nicht so, wie das bei meinem ersten Kind der Fall war.

Ich bin ja vor Kurzem wieder Mami geworden. Mein Sohn kam -vermutlich früher als er wollte- per Kaiserschnitt auf die Welt. Er war zu müde zu trinken und hat einiges an Gewicht verloren.

Ich möchte Dich auf meine emotionale Reise mitnehmen:

Da sitze ich im „Stillzimmer“ der Klinik und pumpe Muttermilch ab.

Neben mir sitzen noch 6 andere Frauen, die Stimmung wird untermauert durch das rhythmische Surren der Milchpumpen (manche hier fühlen sich sicher als wären sie in einer Live-Melk-Show), dem Schmatzen der anwesenden Babies, deren Mütter versuchen sie zum Stillen zu kriegen, oder dem melodischen Zureden der Mütter .

Die Mamas sind müde. Manche haben schöne, manche unschöne Geburtserfahrungen gehabt. Manche sind das erste mal Mami, manche haben schon Erfahrung. Manche sind entspannt aber viele sind verzweifelt: das Stillen „klappt nicht“! Sie haben Angst- Angst zu versagen, denn was immer propagiert wird, ist doch das:

Stillen ist das natürlichste der Welt, es klappt instinktiv, jede Mama kann stillen, oder?

Am 20.8.18 wurden auf meiner Geburtshilfestation 12 Babies geboren.

Ein magischer Moment für 12 Mütter, von denen ich während der 3 Tage, die ich nach meiner Sectio auf Station verbringen durfte, mit Sicherheit 3/4 kennengelernt habe.

Was mich erstaunte: Von diesen Frauen hatten die meisten Probleme beim Stillen und sie waren entweder verunsichert, traurig oder frustriert! Das ist der Grund, warum ich diesen Eintrag schreibe.

Zahlreiche „Stillschicksale“ trafen in dem kleinen, gemütlich Stillzimmer aufeinander: Entweder das Baby war zu müde und der Milcheinschuß kam nicht in Fahrt, es war zu heiss auf Station und das Baby verlor mehr Flüssigkeit als es sollte oder die Mama hatte „zu flache“ Brustwarzen, zu wunde Brustwarzen, Mama stand unter Strom, weil sie das vorherige Kind schon nicht stillen konnte und es sich dieses Mal ganz besonders wünscht- die Sorgen waren vielfältig aber Eines hatten sie alle gemeinsam:

Alle hatten Angst zu versagen, wo doch das Stillen das natürlichste der Welt ist (dann muss es ja jeder können….!)!

Tatsächlich ist es aber anders – liebe Mamis!

Bei vielen Müttern dauert es eine Weile bis Mama und Kind einen unkomplizierten Stillrythmus gefunden haben, es dauert manchmal, bis man ein gutes Still-Team geworden ist, denn auch wenn das Stillen natürlich ist, verläuft es nicht immer von Anfang an „easy“.

Und das ist NORMAL:

Oft dauert es Tage oder sogar Wochen, bis das Stillen ganz harmonisch abläuft und wenn man das weiß, wenn dieses Wissen Normalität wäre, würden sich viel weniger frischgebackene Mütter selbst unter Druck setzen/ von außen unter Druck gesetzt fühlen. Denn dieser Druck ist es, der schließlich und traurigerweise zum frühzeitigen Ende der Stillbeziehung führen kann. (Ich rede hier nicht von Frauen, die nicht stillen können oder wollen!)

Ja, Stillen kann wunderschön sein!
Ja Stillen ist ein Wunder!
Ja, Stillen ist eine Möglichkeit für Bindung!

Aber bis es sich auch für die frische Mama so anfühlt, vergeht nicht selten eine
…… Zeit der Selbstzweifel….
…… schmerzende Brustwarzen….
…… Zweifel ob genug Muttermilch vorhanden ist….
….. Leistungsdruck, wenn andere scheinbar easy stillen….
….. Gewissensbisse….
….. Versagensängste….
….. Baby Blues…..
….. Trauer …

Und diese Gefühle müssen nicht sein: wenn Mama realistische Erwartungen an den Anfang der Stillbeziehung hat, dann geht es ihr psychisch viel besser, denn sie erlaubt sich eines: „imperfekt“ und geduldig zu sein, sich und ihrem Kind Zeit zu geben, in der Stillbeziehung Geborgenheit zu finden.

Stillen ist ein soziales Phänomen.

Für die Zeit, in der die Stillbeziehung zwischen Mama und Baby beginnt (dem Wochenbett) bieten viele Kulturen Rituale, die der Mama ermöglichen, sich auf Heilung von Körper und Geist zu besinnen und sich auf die Mutter-Kind- Bindung zu konzentrieren (davon können wir heute nur träumen). Die frischgebackene Mama wird von einem „sozialen Netzwerk“ gepflegt, aufgefangen und versorgt.

Dieses Netz besteht oft aus erfahrenen Müttern, die von Anfang an mit auf die Stillreise gehen – dadurch wird verhindert, dass sich das übermannende Gefühl von Überforderung, Unsicherheit und Hilflosigkeit bei der jungen Mama einstellt. Diese Frauen sind wertvoll, da sie die Mama mit ihren Gedanken und Gefühlen verstehen können, sie dadurch gut begleiten und dafür Sorge tragen, dass der Stillstart so harmonisch wie möglich verläuft. Das Stillen wird öffentlich immer dargestellt als vollkommen „einfach“, dabei haben viele Frauen keine Hilfe, wenn sie im Wochenbett sind. Viele werden aus dem Krankenhaus entlassen, bevor das Stillen klappt und niemand begleitet den Anfang der Stillbeziehung kontinuierlich weiter, bis alles „von selbst läuft“.

Liebe frischgebackene Mütter, liebe Schwangere: Macht euch das bitte nochmal klar:

Frauen hatten historisch gesehen schon immer Hilfe beim Stillstart, ein soziales Netz, denn die Mama braucht Zeit und Ruhe um sich mit ihrem Kind zu verbinden und die Stillbeziehung aufzubauen. Auch die Gewinnung von Milch über pumpenähnliche Hilfsmittel oder Brustmassagen findet schon seit Jahrhunderten statt- Eben weil, es nicht bei allen so „einfach“ ist und noch nie war!

Lasst euch Zeit, holt euch kompetente und liebevolle Hilfe und wisst: ihr seid nicht allein, wenn es nicht von Anfang an reibungslos mit dem Stillen funktioniert! Wenn ihr es schafft euch den Druck „es muss funktionieren“ zu nehmen und euch damit selbst liebevoll und empathisch begegnen könnt, dann könnt ihr euch und eurem Kind geduldig begegnen und die Zeit, die ihr braucht um eine intensive Stillbeziehung zu etablieren ist viel entspannter und schöner für Mama und Kind!

Es ist so wichtig jemand an seiner Seite zu haben, der fachlich qualifiziert und emotional emphatisch genug ist, um einen durch diese sensible Zeit zu begleiten. Dann sollte das Stillen bei fast allen Frauen und ihren Babies auch klappen !!! (Und falls es dennoch nicht klappt, dann gibt es sehr gute Babymilch!)

Sucht euch jemand, der für euch da ist. Eine Hebamme ist hier Gold wert. Eine Schlüsselrolle nehmen daheim auch Partner oder Freunde ein, die einem den Raum schaffen, sich auf die Mama-Baby Bindung zu konzentrieren und den Kopf soweit wie möglich frei von allen Störfaktoren zu halten

Eines möchte ich zum Abschluss noch ergänzend für diejenigen Mamis hinzufügen, die trotz zahlreichen Stillversuchen, aus welchen Gründen auch immer, das Stillen beenden mussten oder darüber nachdenken sie zu beenden: ihr braucht eine gute Begleitung durch eine Stillberaterin, die mit euch im Gleichklang schwingt. Was meine ich damit?

Manchmal braucht man jemand, der einem hilft, alles zu versuchen um Stillen zu können. Manchmal braucht ihr aber vielmehr jemanden, der euch hilft, von der Idee stillen zu müssen loszulassen. Manchmal klappt es mit dem Stillen -aus welchen Gründen auch immer- nicht. Hier ist es wichtig jemand an seiner Seite zu haben, der einen nicht verrückt macht, nicht das schlechte Gewissen verstärkt- sondern jemand der die Not, die Verzweiflung in der die Mama steckt sieht und Mama klarmacht: du bist eine gute Mama, auch wenn du nicht stillen kannst. Du bist mehr, als die Stillbeziehung zu deinem Baby. Tu das, was dir gut tut, lass das Stillen bleiben, wenn du oder deine Beziehung zum Baby darunter leiden.

Natürlich wollt ihr eurem Baby das Beste geben, das Beste ist aber eben nicht nur die Muttermilch sondern eure Beziehung und eure Bindung zu eurem Kind. Die Babymilch ist Gold wert, wenn eine glückliche Mama ihr Baby damit füttern kann und niemand sollte sich quälen müssen, wenn das Stillen nicht klappt.

Das was zählt ist sie Liebe zum Kind und wenn Stillen zu einem Zwang führt, kann die Liebe nicht mehr fließen.

Prinzipiell sollten wir die Dinge, an denen wir nichts ändern können akzeptieren und als Chance für eine Alternative sehen. Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan, aber wenn wir die Haltung verinnerlichen können, werden wir insgesamt entspanntere Eltern!

Dr.Mami

—-——————————————

Auf meiner Facebook-Seite bat mich eine Leserin noch zu erwähnen, dass stillinteressierte Mütter Stillberaterinnen oder Stillgruppen aufsuchen können. Ich kopiere euch Ihre Links und Angaben kurz rein und kümmere mich dann weiter um mein Baby.

By the way, soweit ich weiß, haben Hebammen nicht alle automatisch eine Ausbildung in Stillberatung!

Also:

AFS = Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen (da gibts aber nicht nur Gruppen, sondern auch einfach nur Beraterinnen und vor allem eine Hotline!)

https://www.afs-stillen.de

LLL = LaLecheLiga (ähnlich wie AFS, bedürfnisorientiert und nach Sears)

https://www.lalecheliga.de

DAIS = Deutsches Ausbildungsinstitut für Stillbegleitung (die dürfen kostenpflichtig arbeiten)

https://www.ausbildung-stillbegleitung.de/index.php/stillbegleiterinnen-dais

IBCLC = mit medizinischem Grundberuf, kostenpflichtig, zum Teil über Krankenkasse abzurechnen

https://www.still-lexikon.de/das-still-lexikon/

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(Mit) Liebe ernährt

(Mit) Liebe ernährt

(Mit) Liebe ernährt

(Meinen letzten Artikel zum Stärken der stillenden Mütter findest du auf meinem Blog “Stillen- Teil 1: Allgemeinbildung”)

Liebe ernährt.

Ob Du nun stillst oder nicht stillst: Liebe ernährt.

Ob Du nun stillst oder nicht stillst, du ernährst dein Kind mit Liebe.

Und das ist das allerwichtigste, was du Deinem Kind schenken kannst. 

Bitte beantworte die folgende Frage ganz ehrlich, denn selbst mich stimmt diese Frage gerade sehr nachdenklich:

Hast du eine Freundin, die ihrem

Baby die Flasche gibt? 

Weißt du, ob sie das wollte?

Wenn sie das nicht wollte: hast du ihr unter die Arme gegriffen, um sie in ihrem Wunsch zu unterstützen?

Frauen, die unterstützt werden, schaffen es deutlich häufiger zu stillen.

Frauen, die sich mit Stillproblemen überfordert und allein gelassen fühlen, stillen sehr häufig ab, denn Stillen ist kein Instinkt.

10 x habe ich diesen Eintrag durchgelesen.

Was mich wirklich traurig macht, ist das Leid der Mütter, die stillen wollten, aber nicht konnten und ich wünsche mir aus ganzem Herzen, dass Mütter diesbezüglich besser zusammenhalten, denn Mama zu werden ist nicht immer einfach, ist nicht immer rosig, ist auch oft einsam – insbesondere wenn du darum kämpfst dein Baby stillen zu können und dann zur Flasche greifen ‚musst‘-  deshalb ist es so wichtig, dass wir Mütter miteinander verbunden bleiben, denn aus dieser Verbundenheit schöpfen wir Kraft.

Ob du stillst, gestillt hast, Flasche gerne oder ungerne gibst, bitte lies weiter:

Warum?

Diese Nachricht einer Mama trifft es am Besten:

Ich hatte mich in der Schwangerschaft belesen, eine tolle Nachsorge Hebamme und eine Stillberaterin organisiert…. die Geburt war dramatisch, mein Kind kam auf die Intensivstation, ich war paralysiert vor Schmerz und Schock. Mein Kind wollte nicht an die Brust, trotz aller Tricks inkl. Brusternährungsset, er schrie die ganze Zeit und schlief nicht. Ich habe 8 Wochen abgepumpt und musste dann aufhören, weil ich vor Erschöpfung umgekippt bin…. was mich extrem belastet hat, ist, dass ich zweimal vor dem Regal mit Babynahrung beim dm angesprochen wurde, ob ich denn nicht wüsste, wie wichtig stillen ist…“

Zahlreiche Nachrichten von Müttern haben bestätigt, was ich befürchtet habe: es gibt so etwas wie ein ‘ich-habe-nicht-gestillt’ Trauma und damit meine ich die Mütter, die stillen wollten, aber nicht konnten.

Die Mütter, die die Flasche gerne gegeben haben, mögen auch genervt sein von den Anfeindungen von außen, aber – so scheint es mir – die Mütter, die stillen wollten aber nicht konnten, leiden auch Jahre später sehr an dem Gefühl versagt zu haben.

Ich habe lange darüber nachgedacht, wie ich meine online Einträge zum Stillen so schreibe, dass ich niemanden verletze, aber ich glaube, es wird mir nie gelingen, denn bei manchen Mamas liegen tiefe Wunden vor, Gefühle, die ich durch meine rein medizinische Wahrheit über Muttermilch triggere- und ich verstehe das!

Ich wünsche mir, falls dich das auch betrifft, dass du erkennst, dass nicht jeder, der dich auf das Nicht-Stillen anspricht, es böse meint: vielleicht trifft ein Satz oder Frage eine Wunde, aber für ein gutes Miteinander müssen sich immer beide Seiten reflektieren.

Ich möchte dir ein paar Ausschnitte aus meinen Mails zeigen, damit du, wenn du betroffen bist, weisst, dass du nicht alleine bist.

Falls du, liebe Mama stillen konntest, solltest du das lesen, damit du in Zukunft weisst, dass viele Mamas, die nicht gestillt haben, eine lange Reise und viel Trauer hinter sich gelassen haben bevor sie zur Flasche gegriffen haben. Falls du zu den Müttern gehörst, die von Anfang an nicht stillen wollten, hast du es vermutlich leichter, da du keinen inneren Zwiespalt hast (das ist auch gut!).

Ìch habe unter vielen Tränen alles versucht um die Milchmenge zu steigern’

Mir wurde permanent ein schlechtes Gewissen gemacht…

Man steht unter Druck, wenn man hört, jede Frau kann stillen und Muttermilch ist das Beste für das Baby…

Mir geht es bis heute, Jahre später, nicht gut damit….

Ich beneide jede Frau, die stillen kann…

Ich habe nicht gestillt, aus Unwissenheit…

Ich hatte einen Abszess in der Brust, es war dann anlegen, Flasche geben, abpumpen, am Ende war ich nervlich völlig am Ende und habe aufgehört…

Ich konnte meine Kinder nicht ernähren, obwohl es die Natur ist…

Mit blutenden Brustwarzen über Wochen habe ich nach 4 Monaten aufgegeben, ich konnte mich niemandem öffnen, weil ich mich als Versagerin gefühlt habe und mich geschämt habe…

Niemand hat gefragt ‘wie fühlst du dich’…

Ich habe resigniert….

Ich hatte keine Unterstützung…

…noch Jahre später knabbere ich daran…

…ich war enttäuscht von mir und meinem Kōrper…

…ich war nicht in der Lage …

…Ich fühlte mich als Versagerin und schlechte Mama…

…ich hatte Angst, die Bindung würde leiden und mein Kind werde krank….

…Ängste, dass andere denken, dass man eine schlechte Mama  ist…

…das Milchpulver hat mich angewidert…

…ich wollte so gerne, aber es funktionierte nicht…

…diesen Druck von Außen konnte ich psychisch nicht standhalten!

….ich habe 3 Wochen gekämpft und dann aufgegeben …ich habe versagt…

…ich war unendlich traurig…

Wenn sich eine Frau von Vornherein gegen das Stillen entscheidet, hat auch das seine Gründe und die musst du nicht verstehen – aber respektieren. Auch wenn du gestillt hast oder stillen wolltest, solltest du der Mama, die von Anfang an nicht stillen wollte (Ekel, Angst, Misshandlung, Bedürfnis nach Unabhängigkeit…), empathisch gegenübertreten, denn jeder Mensch hat eine Vorgeschichte.

Die meisten Frauen, die die Flasche geben, wollten stillen und haben einen langen Leidensweg hinter sich.

2% aller Frauen können wirklich nicht stillen. Sehr viele Frauen stillen heutzutage allerdings frühzeitig ab, denn Stillen ist für die meisten Mütter nicht so einfach und sie brauchen Hilfe von Außen, Entlastung um sich auf die Stillbeziehung mit ihrem Kind zu konzentrieren.

Wer entlastet sie?

Wer hält ihnen den Rücken frei, bis die Stillbeziehung klappt, sollten wir das nicht alle tun, wenn wir doch wissen das Muttermilch so wichtig ist und die meisten Mütter sich danach sehnen, stillen zu können? Das Wissen, dass stillen kein Instinkt ist und von Mama und Kind gelernt werden muss, sollte sich so schnell wie möglich verbreiten, denn dann können wir den nächsten Schritt gehen, nicht mehr verurteilen sondern die Hand ausstrecken und sagen:

Ich helfe dir, so gut ich kann, bis dein Wunsch zu stillen, erfüllt ist.

Ja, Muttermilch ist die beste Nahrung für das Kind. Aber es ist EIN Baustein in dem großen Konzept ‚gesundes und glückliches Kind‘.

Gott sei Dank gibt es dazu auch Alternativen, viele Menschen würden sonst nicht mehr leben!

DAS Beste für das Kind ist Liebe und Geborgenheit.

Liebe ernährt.

MIT Liebe ernährt.

Und DAS ist unabhängig davon, ob du dein Kind mit der Flasche oder mit dem Busen ernährst.

Bald schreibe ich zu Bindung und Flasche/Stillen: habt keine Angst davor, denn es ist ein positiver Beitrag.

Eure Dr. Mami

(Ich habe ein Kind ohne Komplikationen gestillt, ein Kind voller Komplikationen und das aktuelle Baby stille ich nach einem sehr holprigen Start)

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35 Fakten über das Stillen – Allgemeinbildung Stillen

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Liebe Mama!

In meiner Still-Beratung treffe ich oft auf verzweifelte Mütter, bei denen es eben nicht so leicht klappt, mit dem Stillen.

Ich treffe auf verunsicherte Mütter, weil Menschen mit Halb- oder Unwissen mit erhobenen Zeigefinger auf sie einreden.

Traurigerweise trifft man allgemein in Bezug auf Stillen hier auf eine Gesellschaft voller Ambivalenz:

Vollzeitarbeitende Mama: nein! Hausfrau: nein! Vollblut-Mama: NEIN! Karriere-Frau: nein! Einzelkind: nein! 4-Geschwisterchaos: nein! Pornos ja! Stillen in der Öffentlichkeit nein!

Dieser Text ist für Still-Dummies (lieber viel Dekolleté und Bildzeitung-Bunny als öffentlich stillende Mütter), für verunsicherte Mütter und für teilnahmslose/ahnungslose/interessierte Väter:

Es gäbe vielmehr zu schreiben, hier erstmal ein paar Fakten:

  1. STILLEN ist kein Instinkt, merkwürdig, aber wahr. d.h. das Zusammenspiel zwischen Mama und Baby erfordert oft Hilfe, Zeit und Übung.
  2. Manche Frauen können nicht stillen. Aber es sind die wenigsten. Man geht davon aus dass 1-2% aller Frauen WIRKLICH nicht stillen können. Bei den meisten Frauen liegt es am falschen Stillmanagement/ Fehlen von kompetenter Anleitung.
  3. Die Wiegehaltung ist nicht ideal für den Stillstart und verursacht oft wunde Brustwarzen.
  4. Self-Attachment heißt: warten bis das (gesunde) Kind sich nach der Geburt selbst an die Brustwarze andockt und saugt.
  5. Stillen fördert die Mutter-Kind-Bindung, ist aber keine Garantie. Auch die Babyflasche kann bindungsfördernd gegeben werden.
  6. Saugen ist anstrengend. Dass Babies zwischendurch pausieren müssen, ist normal.
  7. Der Milcheinschuss sollte Lympheinschuß heißen, denn es schießt keine Milch in die Brust!
  8. Auf Flasche/ Schnuller sollte bis zum Etablieren der Stillbeziehung verzichtet werden. Das Baby muss das richtige Verhalten/Koordination an der Brustwarze erstmal gemeinsam mit Mama lernen. (Wissenschaftliche Untersuchungen belegen k e i n e „Saugverwirrung“!)
  9. Wenn die Mama beim Kaiserschnitt zu viel intravenöse Flüssigkeit bekommen hat, sammelt sich Wasser in der Brust, dies kann die Milchbildung stören . Beim Baby sammelt sich dadurch womöglich auch Wasser im Körper, was nach der Geburt wieder ausgeschwemmt wird und zu einem falsch hohen Gewichtsverlust (und zu frühem Zufüttern) führen kann. Dies sollte das stillfreundliche Krankenhauspersonal vor dem Zufüttern berücksichtigen.
  10. Einer der wichtigsten Faktoren für den Stillerfolg ist NACHWEISLICH die Haltung und Unterstützung durch Papa. Ich empfehle, den motivierten Papa noch in der Schwangerschaft zur vorbereitenden Stillberatung mitzunehmen, denn wenn eine dritte Person nochmals evidenzbasiert über die Vorteile des Stillens aufklärt, fruchtet das ganz gut ;-). Das Wochenbett sollte sein Ansehen als „heilige Zeit“ wieder zurückerlangen.
  11. Ein per Kaiserschnitt geborenes Baby leidet manchmal durch vermehrte Fruchtwasserreste im Magen an Übelkeit. Besonders hier trägt die bioaktive Muttermilch zu Besserung bei.
  12. Müde Frischgeborene sind manchmal nach der Geburt zu schlapp um zu trinken. Besser als abpumpen oder zufüttern ist manuelles Ausstreichen, Versuch zu wecken (6h fehlendes Andocken durch das Baby ist durch die hormonelle Umstellung in der Mama als Vorbereitung auf die Milchbildung zu lang und kann den gesamten Stillstart erschweren) und die Gabe von Kolostrum, das dem Kind Energie liefert um bei der nächsten Mahlzeit aktiver zu sein. Wie das genau ablaufen sollte, unbedingt von einer ausgebildeten Stillberaterin erklären und zeigen lassen!
  13. Abstillen geht auch nicht-medikamentös. Zu wenige Frauen werden darüber aufgeklärt, dass medikamentöses Abstillen mit zB. Depressiver Episode einhergehen kann.
  14. Nur WENIGE medizinische Eingriffe, Krankheiten oder Medikamente erfordern das Abstillen!
  15. Die meisten Ärzte und Krankenschwestern haben KEINE fundierte Ausbildung in Bezug auf Stillberatung. Nicht selten geben sie trotzdem Ratschläge in Bezug auf Stillen, die nicht richtig sind. Unbedingt Informationen bei gut ausgebildeten Stillberaterinnen holen!
  16. In der Sauna fängt die Muttermilch in der Brust nicht zu brodeln an.
  17. Wenn zugefüttert wird, dauert es 2-4 Wochen bis die „Darmflora der Muttermilch“ wieder hergestellt ist.
  18. Muttermilch ist nachweislich die beste Nahrung für das Baby.
  19. Jeder Tropfen Kolostrum ist Gold wert für den Körper des Babies.
  20. Ich empfehle den Müttern, das manuelle Ausstreichen der Brust bereits vor der Geburt zu üben und Kolostrum aufzubewahren. Bevor man unnötig zufüttert, gibt man nach der Geburt lieber das Kolostrum. Tips zur Aufbewahrung findet ihr online!
  21. Eine Mutter die raucht (schön wäre es trotzdem, wenn es diese Kombination nicht gäbe) darf Stillen. Besser ist: weniger rauchen UND stillen, als nicht stillen, hier ist eine ausführliche Beratung bereits in der Schwangerschaft indiziert.
  22. Stillen ist die wichtigste Prophylaxe (50%) für plötzlichen Kindstot
  23. Stillen macht KEINE Hängebrüste. Die Brustform ist genetisch beeinflusst. Schwangerschaft, Pubertät und Zeit tragen zu Veränderungen der Brust durch verschiedene Prozesse bei. Stillen nicht!
  24. Mutter und Kind entscheiden alleine, wie lange sie ihre Stillbeziehung fortsetzen möchten.
  25. Erzwungene Stillabstände sind out. Stillen nach Bedarf ist IN (medizinisch und psychologisch sinnvoll).
  26. Satte Babies schlafen meist nicht durch. Das hat etwas mit dem Hirnstoffwechsel und Wachstum des Kindes zu tun, mehr dazu bald.
  27. MINDESTENS 4 (WHO : 6)komplette Monate sollte voll gestillt werden.
  28. Ein dickes gestilltes Kind (Muttermilchbomber :-)) bleibt nicht dick und hat weniger Risiko an Fettleibigkeit zu erkranken als eines, das Formelnahrung bekommen hat.
  29. In manchen Kulturen gilt Flaschennahrung als Statussymbol. Hier müssen wir noch viel Aufklärungsarbeit leisten, denn eigentlich will jede Mama das Beste für ihr Kind.
  30. Stillen schützt nicht sicher vor einer erneuten Schwangerschaft!
  31. Schwangerschaft und stillen: das geht gut!
  32. Muttermilch ist das größte Wunder der Natur. Mehr dazu bald
  33. Das was die Deutschen gerne als “Langzeitstillen” betrachten ist psychologisch unbedenklich und evolutionsbiologisch normal, also lasst euch nicht verunsichern, bis 2 Jahre (und wenn gewünscht darüber hinaus!) Ist völlig ok!.
  34. Bis zur Einführung von Beikost sollte das Kind Beikostreifezeichen zeigen.
  35. Wenn eine stillende Mutter Mineralwasser mit Kohlensäure trinkt, fängt die Muttermilch nicht an zu sprudeln.

Diese Liste könnte endlos weitergehen. Ich schreibe bald über Muttermilch, Allergieprävention, Folgemilch und Babymilchindustrie.

Sie soll zeigen:

Idealerweise hat jede Frau noch in der Schwangerschaft eine Stillberaterin an ihrer Seite, da es in der Klinik (es sei denn, es handelt sich um ein zertifiziertes „babyfriendly“ Krankenhaus ) nicht zwingend gut ausgebildete Stillberaterinnen gibt.

PS: dieser Text ist nicht dafür da, dass Frauen, die nicht Stillen können oder wollen, ein schlechtes Gewissen kriegen, denn für ihre Kinder gibt es wunderbare Alternativen (ich empfehle es Rat einzuholen, wie man bindungsfördernd die Flasche gibt).

Dieser Text ist für die Frauen, die Stillen können/wollen, die sich von dieser Gesellschaft verunsichern lassen und dann nicht oder frühzeitig abstillen!

Eure Dr. Mami

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Ich bin Dr. Mami

Für dich und dein Kind, habe ich mich ausgebildet:

  • Ärztin, Familien- und Life-Coach
  • Gründerin von MAP-Family®
  • Europäisches Diplom für ganzheitliche Medizin
  • In Ausbildung zur Psychotherapeutin für Kinder- und Jugendliche
  • Lehrerin für achtsame Elternschaft mit Selbstmitgefühl
  • Expertin auf www.bindungsorientiert.com
  • diverse zusätzliche Qualifikationen

In meinem Leben habe ich unvorstellbar viele Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten. Mark Twain

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