Wenn… dann…

Wenn… dann…

Wenn… dann…

Liebe Mami!

Wenn ich schlanker bin, dann bin ich endlich zufrieden.

Wenn ich reicher bin, dann bin ich endlich glücklich.

Wenn wir in ein Eigenheim ziehen, dann kann ich endlich glücklich sein.

Wenn… dann…

Wieso kann es nicht auch mal beides sein?

WENN du dich dazu entscheidest, DANN glücklich zu sein- vielleicht kannst du dich auch dazu entscheiden, auch BIS DAHIN glücklich zu sein?

Ich weiß, manchmal ist es einfacher gesagt als getan, aber an erster Stelle steht auch immer eine Entscheidung.

Wenn du immer damit wartest, glücklich zu werden… dann lässt du so viele Chancen zu LEBEN an dir vorbei ziehen.

Wenn du ehrlich zu dir bist, wirst du feststellen, dass du das glücklichsein ganz schön oft hinausschiebst. Sobald das, worauf du gewartet hast, erreicht ist, beginnst du wieder auf dein nächstes Ziel zu warten.

Du verlierst dadurch so viel Lebensqualität!

Vielleicht magst du versuchen, das „kleine Glück“ im Alltag zu finden. Es ist die schöne Blume am Straßenrand, das Kompliment eines Fremden, das Zwitschern der Vögel, das Lachen deines Kindes, die Umarmung eines geliebten Menschen. Nimm sie wahr! Saug das Gefühl ein, das Gefühl der Verbundenheit, das entsteht, wenn du dich darauf einlässt. Genieß diese Momente und lass dir Zeit, lass sie Teil deines ganzen Körpers werden. Du kannst es spüren, wenn du darauf achtest, wie diese kleinen Glücks-Momente deinen ganzen Körper und deine Psyche verändern. Du kannst dein Gehirn darin trainieren, kleine Wunder bewusster wahrzunehmen.

Natürlich: Du kannst dich auf deine Ziele freuen und sie werden dich sicherlich (manchmal dauerhaft, manchmal kurzfristig) „glücklich“ machen. Das heißt aber nicht, dass du bis dahin warten musst. Denn die Magie des Glücks findest du auch in den scheinbar kleinen und alltäglichen Dingen.

Und wenn du das als Mama das schaffst, wirst du eine große Quelle für Ruhe und Kraft in dir finden.

In welchen Momenten schaffst du es, zumindest für einen kurzem Moment, dein Hamsterrad zu pausieren ?

Deine Désirée

 

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Liebe Mami!

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Dein erster Schritt zur Reduktion innerer Konflikte (mit Gedanken und Gefühlen) besteht darin, sich der Tatsache bewusst zu werden, dass du einen Konflikt erlebst!

In sehr intensiven Situationen ist es oft nicht so schwierig, diese inneren Konflikte wahrzunehmen. Meistens bist du dir aber nicht bewusst darüber, das du unter inneren Konflikten leidest und nimmst auch deine dazugehörigen körperlichen Empfindungen (z.B. Spannungen in deinem Körper) nicht mehr wahr. Du hast dich ganz einfach: daran gewöhnt. Ist es nicht faszinierend und erschreckend zugleich, dass du über 90% deines Tages, deines Daseins, im Endeffekt, unbewusst erlebst?

Es ist auch gar nicht so einfach, deine subtilen (und damit meisten) Formen innerer Konflikte oder Widerstände (gegen eigene Gefühle und Gedanken) wahrzunehmen. Irritation, Ungeduld oder Frustration können vorhanden sein, aber du wirst dich ihrer Präsenz kaum bewusst, weil sie für dich, wie gesagt, oft NORMAL sind.

Die Übung „Drei Minuten Atempause“ ist eine kurze Übung, die dir helfen kann, dir darüber bewusst zu werden, was du in diesem Moment eigentlich fühlst. Es könnte auch sein, dass du dir in diesem Moment erst der Fülle deiner lauten, sich zu Wort meldenden Gedanken, bewusst wirst!

 

Zur Erinnerung:

Das Ziel dieser Achtsamkeitsübung ist es NICHT, frei von Gedanken und Gefühlen zu sein!
Es geht hier um das Loslassen! Loslassen von Erwartungen an diesen Moment!

Die kommende Übung, wird dir das Prinzip der Achtsamkeit näher bringen, denn Dinge im Verstand zu begreifen oder im Herzen zu erleben, sind doch unterschiedliche Dinge!

(Klicke hier, um die Übung als PDF herunterzuladen)

Information zur Übung: Drei-Minuten-Atemraum

Anstatt die automatische Tendenz zu haben, negative Erfahrungen zu vermeiden und mit der Vergänglichkeit positiver Erfahrungen zu kämpfen, kann du durch diese Übung etwas ganz anderes lernen: Akzeptanz.

Die Übung zur Bewältigung des Atemraums ist eine Übung, die dir helfen kann,

  1. mit dem in Kontakt zu treten, was du fühlst

und

2. die Fähigkeit, den Moment zu akzeptieren, so wie er ist, zu kultivieren (und damit auch im Alltag leichter zur Akzeptanz  zu finden)

Aber was ist Akzeptanz?

Es gibt viele Missverständnisse in Bezug auf die Rolle der Akzeptanz bei der Achtsamkeit. Wenn Menschen das Wort „Akzeptanz“ hören, führt dies für die meisten Menschen zu der folgenden Assoziation: Ja zu allem sagen und einfach „Menschen über dich laufen lassen“.

Akzeptanz in der Achtsamkeit hat jedoch eine ganz andere Bedeutung.

Dies bedeutet, dass du akzeptierst, dass

a) eine Situation eintritt und

b) diese Situation bestimmte Gefühle hervorruft.

Dies bedeutet nicht, dass du der Situation tatsächlich zustimmst!

Nehmen wir an, jemand beschuldigt dich und es ist völlig ungerechtfertigt. Du musst diesem Vorwurf keineswegs zustimmen. Du kannst jedoch akzeptieren, dass diese Situation eingetreten ist und das Gefühl, dass diese Anschuldigung in dir hervorruft, zum Beispiel Wut, annehmen. Mit anderen Worten: Du akzeptierst das Gefühl der Wut (was kannst du sonst tun? Die Situation ist nunmal eingetroffen, daran ist nichts zu rütteln und auch die Wut hat sich schon breit gemacht!), aber du machst deutlich, dass du diese Anschuldigung für ungerecht hälst und  damit nicht einverstanden bist.

Warum ist die Haltung der Akzeptanz (hier: sich selbst akzeptieren) auch für dich als Mutter so wichtig?

Das Akzeptieren deiner Emotion schafft Raum zwischen

  • einem Ereignis
  • deiner Einschätzung des Ereignisses als negativ
  • der Emotion, die du durch die Bewertung des Ereignisses entwickelt hast und
  • deiner automatischen Reaktion.

Akzeptanz ist DEINE Chance als Mami, eine Pause einzuführen zwischen einem Trigger und deiner Autopiloten-Reaktion.

Indem du deine Emotion akzeptierst, übernimmst du die Verantwortung dafür, diese Emotion zu erfahren. Es ist nichts Falsches daran, eine Emotion zu erleben. Die Emotion ist NUR eine Reaktion auf die Situation oder auf einen Gedanken.

DU BIST NICHT DAS GEFÜHL!

Indem du dir einen Moment Zeit nimmst, um das Ereignis, die Gedanken zum Ereignis und die Emotionen zu beobachten und all diese Dinge zu akzeptieren, kannst du den Höhepunkt des  Szenarios vermeiden, denn den eigenen GEfühlen den Kampf anzusagen, heizt sie nur weiter an! Du kannst eine Situation (Du wurdest beschuldigt) nicht verändern. Du kannst aber deinen Umgang mit der Situation verändern.

Die Gefühle deines Kindes zu akzeptieren, bedeutet, deinem Kind zu signalisieren, dass es gut so ist, wie es ist:

Es ist übrigens auch sehr wichtig, dass du deinem Kind (auch wenn Wutausbrüche und Trotzanfälle sowie Weinepisoden sehr viel Energie kosten können, vor allem, wenn du dich als Mutter gegen die Gefühle deines Kindes wehrst)  vermittelst, dass seine Gefühle in Ordnung sind. Es darf seine Gefühle leben. Es muss seine Gefühle leben. Wenn du es schaffst, dein Kind durch seine emotionalen Höhen und Tiefen zu begleiten, dann zeigst du ihm: Du bist gut so wie du bist- ich liebe dich, so wie du bist!

Ob du es immer schaffen musst, deine Gefühle zu akzeptieren?

NEIN! Natürlich wirst du, insbesondere wenn es um intensive Emotionen geht, feststellen dass es manchmal unmöglich ist, kontinuierlich in einem Zustand der Akzeptanz zu sein. Hier ist es eher ein Wechselspiel zwischen Akzeptanz und Widerstand. Das ist vollkommen in Ordnung. Versuche selbst zu sehen, ob du dir diesem Zusammenspiel bewusst werden kannst.

VORSCHLAG:
  • Mache die Übung „Drei Minuten Atempause“ ungefähr 1-3x täglich.
  • Versuche, diese Woche bewusster darauf zu achten, wie du mit belastenden und auch angenehmen Situationen umgehst.
  • Bemerkst du einen inneren Widerstand, gegen unangenehme Gefühle? Vielleicht sogar einen Widerstand, gegen den Verlust angenehmer Gefühle? Wie gehst du mit diesem Widerstand um? Wo fühlst du ihn und wie fühlt er sich an, der Widerstand?

Ich wünsche dir ganz viel Spaß,

bei diesem Selbst-Erleben!

Deine Dr. Mami

(Klicke hier, um die Übung als PDF herunterzuladen)

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Achtsamkeit – deine Ruheinsel in stürmigen Zeiten

Achtsamkeit – deine Ruheinsel in stürmigen Zeiten

Achtsamkeit – deine Ruheinsel in stürmigen Zeiten

Liebe Mami!

wie du weißt, ist sie eines meiner großen Herzensthemen, die Achtsamkeit.

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Manchmal habe ich das Gefühl, dass jeder meint ‚so eine Ahnung‘ davon zu haben, was Achtsamkeit ist und doch die wenigsten sich die Zeit nehmen, sie wirklich bewusst zu erfahren. Der eine ahnt, dass es was mit dem Buddhismus zu tun hat, der nächste ahnt, dass Achtsamkeit ‚nur‘ so ein Hype der Moderne ist. Wiederum ein anderer meint, dass man durch Achtsamkeit der Gleichgültigkeit zum Opfer fällt, sie einen zu einem spirituellen Zombie macht und die meisten denken, Achtsamkeit hat irgendwas mit Entspannung zu tun.

 

Was ist Achtsamkeit eigentlich?

Eigentlich ist sie eine Erfahrung. Eine besondere Erfahrung des HIER UND JETZT. Gleichzeitig ist sie ein Lehrer. Achtsamkeit lehrt, wie man die Aufmerksamkeit auf den aktuellen Moment lenkt, sowohl für angenehme als auch für unangenehme Erfahrungen und Situationen. Achtsamkeit zeigt und lehrt uns zu akzeptieren, dass nichts dauerhaft ist, dass alle Ereignisse, Erfahrungen und Situationen kommen und gehen.

Durch Achtsamkeit, wird der Drang, festzuhalten oder zu versuchen, Dinge zu ändern, geringer. Sich einem Moment achtsam zu nähern heißt, dass man von eigenen Erwartungen loslässt. Loslassen macht frei. Stell dir mal vor, du könntest all das, was dich belastet, in diesem Moment, einfach mal loslassen. Die Ruhe in dir mal wieder wahrnehmen.

Und genau das ist der heilsame Kern der Achtsamkeit: Achtsamkeit verfolgt kein Ziel.

Sie verfolgt weder das Ziel der Entspannung, noch das der Gedankenlosigkeit. Achtsam zu sein bedeutet, offen für den Moment zu sein. Um offen für den Moment zu sein, darf man die Bereitschaft haben, die Gedanken, die einen ja doch so oft daran hindern, den Moment überhaupt wahrzunehmen, ziehen zu lassen. Achtsamkeit bedeutet wahrzunehmen, wie ruhig das Meer unter all den Wellen ist.

Durch Achtsamkeit zaubern wir nicht die Wellen (Ängste z.B.) weg, wir tun auch nicht so, als wären sie nicht da. Wir fokussieren einfach auf das, was wir wahrnehmen, wenn wir unsere Gedanken und Gefühle nicht festhalten, sondern loslassen. Dann entsteht nämlich ein Raum. Eine Pause. Man sieht ihn immer klarer, je geübter man ist.

Dieser Raum liegt jenseits von Bewertungen.

 

Was sind Bewertungen?

Der Mensch ist dafür gemacht, ständig alles zu bewerten und kategorisieren. Das hilft ihm im Endeffekt, sicher von unsicher zu entscheiden und sein Überleben zu garantieren. Wir bewerten ständig: ist uns jemand sympathisch? Benimmt sich ein Kind richtig? War der Mathetest schwer? Fühlen wir uns wohl, wenn es regnet?

Ich möchte mit dir ein Beispiel durchgehen. Es wird dir zeigen, dass wir vielleicht auf bestimmte Situation keinen Einfluss haben (wie jetzt die Corona-Krise) – aber das wir doch einen Einfluss darauf haben, wie wir eine Situtation interpretieren und damit ERLEBEN.

 
Dein Zug hat Verspätung.

Du kannst schlichtweg nichts daran ändern. Die Situation ist, wie sie ist. Du bewertest es allerdings negativ, du reagierst darauf mit Stress. Wenn du es nun schaffst, eine Haltung der Akzeptanz einzunehmen, deine Frustrationsgefühle zu akzeptieren, heisst das nicht, dass du es toll findest, dass der Zug zu spät kommt (weil du vielleicht ein wichtiges Interview hast!), du kannst, wenn es Sinn macht, immer noch eine Beschwerde einreichen und dein Geld zurückverlangen. Dennoch kannst du dich dazu entschieden, deine Gefühle in Bezug auf den verspäteten Zug anzunehmen, um dabei vielleicht den Raum hinter den Gefühlen zu erkennen und vielleicht denkst du dir ja sogar ‘ok, ich kann jetzt sowieso nichts dran ändern, ich mache mal die Achtsamkeitsübung, die ich mir heute vorgenommen habe, nachher wird es schwer, sie durchzuführen, weil die Kinder dann auf meinem Schoss rumhüpfen!’.

 
 

Was Achtsamkeit heutzutage besonders wertvoll macht?

Die Corona-Krise hat bei vielen Menschen Stress ausgelöst. Eigentlich ist es gar nicht das Coronavirus. Die Bewertung als ‚Krise‘ entsteht dadurch, dass der Mensch sein Leben, das vielleicht nicht Coronatauglich ist, bedroht sieht. Wie stark sich jemand durch das Virus (und seine Folgen) bedroht fühlt, bestimmt im Endeffekt, wie stark es sich für diejenige Person als Krise anfühlt.

Hier siehst du nochmal, dass vor allem die BEWERTUNG einer Situation, die Situation so schwierig macht. Ich will an dieser Stelle niemandem seine Gefühle absprechen. Es ist alles in Ordnung, was du fühlst! Du musst auch nicht fröhlich tanzend durch deinen ruinierten Alltag hüpfen. Du musst gar nichts. Du kannst – WENN es sich stimmig für dich anfühlt.

Viele Menschen haben jetzt existenzielle Ängste: sie wissen nicht, wie es finanziell weiter geht, sie machen sich Sorgen um ihre Gesundheit oder um die Gesundheit ihrer Liebsten. Die Einschränkungen, die nach der Corona-Krise ausgesprochen worden sind (Lockdown, Schulschluss etc.) zwingt Familien in eine dauerhafte Nähe mit ganz neuen Routinen.

Das Zusammenleben ist manchmal anstrengend. Die Konflikte, der fehlende Ausgleich, die Lautstärke, die Unordnung, die fehlende Befriedigung durch den Beruf, die fehlenden Kontakte mit Freunden – all das ist wahnsinnig anstrengend. Das Hier und Jetzt scheint es manchmal nicht gut mit einem zu meinen.

Und hier lohnt es sich, nochmal hinzusehen: Ist das Problem wirklich das Hier und Jetzt? Vielmehr ist es unsere Bewertung des Hier und Jetzt. Wir bewerten sie mit Angst, mit Sorge, mit Stress usw. Gleichzeitig sind wir aktuell meistens sowieso gedanklich in der Zukunft. Wir würden so gerne planen, wir würden gerne wissen, wie es weiter geht, wir Menschen haben von Natur aus, das Bedürfnis, Dinge unter Kontrolle zu haben. Bis zu einem gewissen Grad, ist es normal, dass das Kontrollbedürfnis befriedigt werden muss, denn Kontrolle gibt uns Sicherheit.

Momentan haben wir Eltern vieles, außer die Kontrolle über das, was morgen oder übermorgen oder in den nächsten Wochen passiert.

Was wir aber durchaus haben, ist die Kontrolle über das Hier und Jetzt. Wir können uns immer wieder dazu entscheiden, zumindest zu versuchen, den ganzen Ballast abzuwerfen, den wir gerade schultern.

 
 
Ich möchte nur betonen, dass zwei Menschen in gleichen, auch ausweglos erscheinenden Situationen, ganz verschieden reagieren können, und wie, das hängt von ihrer Bewertung der Situation ab!
Achtsamkeit ist dein Freund, dein Helfer.
 

Mit ihr tauchst du immer wieder ab in das Hier und Jetzt. Weg von den Lastern der Vergangenheit, geschützt von den Sorgen über die Zukunft. Im Hier und Jetzt, im gegenwärtigen Moment, ist alles einfach so, wie es ist. Achtsamkeit ist wie eine warme Umarmung – du kennst sie doch sicher, die Geborgenheit die sich ausbreitet, wenn jemand, den du liebst, dich in den Arm nimmt oder mit den Fingerspitzen über deine Haut krault.

Du kennst aber noch viel mehr achtsame Momente, in denen du einfach den Zauber des Momentes wahrnimmst, ohne dich vom Sturm deiner Gedanken (obwohl es vielleicht Probleme aktuell gibt) ablenken zu lassen:

  • Der Moment, in dem du dein schlafendes Kind beobachtest
  • Der Moment im Wald, wenn du endlich abschaltest und über deine Sinne wahrnimmst, wo du jetzt und hier gerade bist, bemerkst, wie schön das Zwitschern der Vögel ist oder das Lau bunter deinen Füßen raschelt
  • Der Moment am Meer, wenn du den Sand unter den Füßen, zwischen den Zehen fühlst, das Wellenrauschen hörst, den Wind auf der Haut spürst und das Salzwasser riechst und schmeckst.
 

Achtsamkeit ist flexibel

Achtsam zu sein heißt nicht, dass du in einer unbequemen Situation über eine Stunde ausharren muss, während du verzweifelt versuchst, einen Zustand von Gedankenlosigkeit (oder was man sonst mit ‚Meditation‘ verbindet) zu erreichen. Im Grunde kannst du achtsam sein, wie du willst und wann du es willst.

 

 

Achtsam sein, heißt loslassen

Durch Achtsamkeit erlebst du den gegenwärtigen Moment, so wie er ist. Du hast weniger Anforderungen an diesen Moment und so verringert sich die innere Anspannung durch einen inneren Konflikt. Einem Moment achtsam zu begegnen, bezieht sich vielmehr darauf, die Idee loszulassen, dass der aktuelle Moment oder die Zukunft, etwas BESTIMMTES SEIN muss.

Das kann momentan sehr heilsam sein.
 

Du BIST nicht dein Gefühl. Du kannst es beobachten, wenn du es akzeptierst, denn: Akzeptanz und Achtsamkeit gehen Hand in Hand.

Jedes Gefühl und jeder Gedanke dürfen da sein, schließlich sind die Gedanken und Gefühle sowieso da. Achtsamkeit lehrt dich, nicht mit deinen Gefühlen oder Gedanken zu kämpfen. Akzeptanz ist ein zentrales Konzept der Achtsamkeit. Sie ermöglicht es dir, deine Gedanken und Gefühle zuzulassen und nicht mit ihnen in den Krieg zu ziehen. Indem du deinen Kampf gegen deine Gefühle und Gedanken aufgibst, sparst du nicht nur Energie, sondern erlebst auch den natürlichen Verlauf von Emotionen und Gefühlen und NUR DAS ermöglicht dir zu erfahren, dass Gefühle und Gedanken von selbst verschwinden. Sie gehen von selbst vorbei. Wenn du sie akzeptierst und ihnen erlaubst, ihren natürlichen Kurs einzuschlagen, stellst du fest, dass die Gefühle und Emotionen weniger intensiv werden und sie möglicherweise sogar schneller verschwinden, als wenn du sie bekämpfst. Du wirst damit ein Beobachter des Gefühls und BIST nicht mehr das Gefühl. Es ist wichtig, diesen Unterschied zu machen, denn DU BIST NICHT DEIN GEFÜHL!

Widerstand ist zwecklos

Untersuchungen zeigen, dass Widerstand und Kampf gegen eigene Gefühle und Gedanken, Konsequenzen haben. Es kommt vor, dass der aktive Versuch, eine Erfahrung zu verringern oder zu kontrollieren, Energie erfordert. Wenn wir beispielsweise versuchen, eine Emotion nicht durch Unterdrückung zu erfahren, führt dies zu einem Energieverlust (Baumeister, Bratslavsky, Muraven & Tice, 1998). Der Nacheffekt ist, dass das Gefühl nicht verschwindet, sondern immer wieder ausgelöst wird. Solange wir einem bestimmten Gefühl widerstehen, wird es weiter existieren. Etwas, mit dem man zu kämpfen hat, kann nur existieren, wenn jemand da ist, der damit zu kämpfen hat. Durch ständiges Be-Kämpfen der eigenen Gefühle/Gedanken/einer Situation bleibt der Konflikt erhalten!

Wenn du versuchst, dir KEINEN rosa Elefanten vorzustellen, dann stellst du dir den rosa Elefant vor.

Indem du auf das fokussierst, was du nicht willst, erschaffst du genau das, was du nicht willst!

Achtsamkeit mit Kindern:

Wir als Familie lieben es, Achtsamkeit mit unseren 3 Kindern zu leben. Wir sprechen mit ihnen aktuell noch nicht über das Konzept der Achtsamkeit. Wir unterstützen sie dabei, Achtsamkeit zu erleben ohne sie ständig durch theoretische Gespräche vom Fühlen ins Grübeln zu katapultieren. Das ist ja genau das Problem von uns Erwachsenen, dass wir gar nicht ins Erleben kommen, weil unser Intellekt ständig aktiv ist.

Wie leben wir Achtsamkeit mit unseren Kindern?

  • Wir achten darauf, dass wir ihre achtsamen Momente nicht stören. (Dieser Blogbeitrag gefällt dir vielleicht: Lass dein Kind einfach mal in Ruhe)
  • Wir machen Achtsamkeitsübungen für Kinder mit ihnen, wir haben mit ihnen Achtsamkeit in den Alltag etabliert, es ist Teil ihrer Routine, Teil ihrer Gewohnheit, so erhoffen wir uns natürlich, dass sie das auch später beibehalten und ein Werkzeug, eine Ruheinsel haben, auf die sie zurückgreifen können!
  • Wir leben es vor: wir üben uns selbst in Achtsamkeit und sie sehen uns manchmal dabei, sie haben also eine Assoziation zwischen uns und meditativen Übungen. Ganz pauschal gesagt, kannst du von deinem Kind hauptsächlich nur ‘Verhalten’ das erwarten, was du ihm auch selbst vorlebst.
Weiter oben habe ich dir gesagt:

‚Sich einem Moment achtsam zu nähern heißt, dass man von eigenen Erwartungen loslässt. Loslassen macht frei.‘

Das ist nicht nur für dich wichtig, es ist auch für dein Kind wichtig, denn viele Konflikte zwischen dir und deinem Kind beruhen auf der Tatsache, dass du deinem Kind DEINE Erwartungen davon, wie etwas zu sein hat, überstülpst. Ein achtsamer Umgang von Eltern mit ihrem Kind, ist also auch wichtig, damit ein Kind sich SELBST erleben und entwickeln kann!

Wow!

Das war jetzt ganz schön viel, ich hoffe es hat dich bis zum Ende gefesselt!

Morgen werden wir, was das Thema Achtsamkeit angeht, noch ein bisschen in die Selbsterfahrung gehen! Ich bin schon sehr gespannt, was du dabei erlebst!

Melde dich gerne hier für meinen Newsletter an, dann bekommst du die Übung per E-Mail zugeschickt!

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Es reicht nicht, dein Kind zu lieben. Es muss sich geliebt fühlen!

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Es reicht nicht, dein Kind zu lieben. Es muss sich geliebt fühlen!

Hallo liebe Mami!

Die große Kunst der Mutterschaft ist es, sein Kind so zu lieben, dass es sich auch geliebt fühlt.
So einfach wie es klingt, ist das aber nicht immer, denn dein Kind ist ein eigener Mensch, mit eigenen Erfahrungen, eigenen Bedürfnissen, es hat einen eigenen Blick auf Dinge, es hat eigene Wunden, wie auch du.
Du bist keine schlechte Mutter, wenn du dein Kind nicht immer „lesen“ kannst. Die meisten Menschen kennen sich selbst nicht einmal richtig, wie verrückt wäre es dann zu erwarten, dass man einen anderen Mensch durch und durch erfassen kann?
Was bedeutet das?
Mutter und Kind sprechen manchmal verschiedene Sprachen:
Du benutzt Worte, die dein Kind nicht versteht. Du verschickst Signale, die dein Kind misinterpretiert.
Es wird ab und zu vorkommen, dass es verletzt wird, obwohl du es beschützen willst.
Es wird auch mal so sein, dass es sich ungeliebt fühlt, obwohl du dein Leben für dein Kind hergeben würdest.
Und es wird sich auch mal ungerecht behandelt fühlen, obwohl du nur eins aus tiefsten Herzen willst: sein seelisches Wohl.
Bei diesem Liebestanz, steigt ihr euch mal auf die Füße, dann findet ihr euren Rhythmus wieder und tanzt weiter. Ihr übt, ihr werdet besser. Ihr verschmelzt zu zwei Individuen in einer magischen Beziehung.
Behütet, von dir begleitet, lernt es, dass es das Gefühl von Ungerechtigkeit gibt, aber auch Versöhnung und Vergebung. Es lernt, wie es ist, wenn man sich ungeliebt fühlt, aber auch, dass man doch nie alleine ist. Es lernt, wie das ist, wenn man sich missverstanden fühlt, aber es lernt auch, dass man einander näher kommen kann, wenn man die richtigen Signale/Worte findet.
Wenn dein Kind sich von dir geliebt fühlen soll, dann musst du seine Sprache sprechen. Du darfst dich aber auch mal versprechen, denn dafür schafft eine gute Bindung Raum.
 

Meine Tipps für dich:
    1. Lass dein Kind aussprechen und schau es dabei an (Achtung Handy).
    2. Nimm die Gefühle deines Kindes ernst und werte sie nie ab. Es hat eine eigene Wahrnehmung und die ist genau so viel wert wie deine.
    3. Vertraue darin, dass dein Kind am besten weiß, was ihm gut tut.
    4. Vorsicht mit Kritik! Sprich respektvoll mit ihm/ihr und denk dran, wie du mit deinem Kind sprichst, beeinflusst sein Selbstwertgefühl!
    5. Schaffe bitte eine Ja-Umgebung. Egal ob es um Essen, Spielsachen oder Klamotten geht. Es bekommt noch genug Nein zu hören.
    6. Sprich nicht schlecht über dein Kind mit anderen, während es dir zuhört. Es kann erniedrigend und bloßstellend sein. Außerdem ist es respektlos.
    7. Nimm dir Zeit für ungeteilte Aufmerksamkeit. Du signalisierst damit: Ich liebe es Zeit mir dir zu verbringen und du bist es mir wert, dass ich mir Zeit nehme.
    8. Lobe es nur, wenn es von Herzen kommt und sag nicht ständig “toll” obwohl du gar nicht mitbekommen hast, worum es geht. Lob kann abhängig machen nach Anerkennung.
    9. Wenn dein Kind “Mist gebaut hat” ist der beste Zeitpunkt um zu beweisen, wie “bedingungslos” deine Liebe und wie gut eure Beziehung ist.

Hier bekommst du die 9 genannten Tipps auch als Poster zum ausdrucken!

Welche Situationen kennst du, in denen du etwas Gutes für dein Kind tun willst, aber es kommt vielleicht nicht so gut bei deinem Kind an?

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Erwachsene brauchen Grenzen

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Hallo liebe Mami!

Ehrlich gesagt, kann ich das nicht mehr hören.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der das Kind so wie es ist, nicht gern gesehen wird. Kinder sind putzig und bereichernd, solange sie niemanden auf den Keks gehen. Die Eltern, die ihre Kinder dressiert haben, werden hoch geachtet in dieser Gesellschaft. Sie haben es geschafft, die Bestien zu zähmen. Sie schreien ja nur danach!

Kinder brauchen keine künstlichen Grenzen, damit aus ihnen gute Kinder —> Jugendliche —> heilige Erwachsene werden. Kinder haben (wie jeder andere Mensch) natürliche Grenzen, nämlich da, wo die persönlichen Grenzen des nächsten Menschen liegen. Um diese Grenzen wahrzunehmen und zu respektieren (und das ist das Fundament für ein Leben in der Gesellschaft) brauchen sie keine Strafen, keine Erniedrigungen oder sonstige Abwertung, sie brauchen VORBILDER.

Und das ist das eigentliche Problem, was Kinder haben. Es fehlt ihnen oft an VORBILDERN: Eltern, die ihren Kindern ein inneres Gefühl dafür vermitteln, wie man sich in der Gesellschaft bewegen kann. Eltern, die ihren Kindern vermitteln, dass auch die kindlichen Grenzen wertvoll sind, nicht weniger wert, nur weil der Mensch, um den es geht, kleiner ist.

In der Praxis wird unser Personal immer wieder schlecht behandelt. Die Arzthelferinnen kriegen oft den ersten Dampf ab- bis der Arzt da ist, ist die schlechte Laune oft schon verpufft. Und die Kinder schauen ihren Eltern dabei zu. Das was sie sehen, das ist ihre Normalität.

Kinder brauchen keine künstlichen Grenzen. Sie brauchen Vorbilder. Erwachsene brauchen engere Grenzen, nämlich dann, wenn sie in ihrer Kindheit keine guten Vorbilder hatten.

Deine Dr. Mami

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