Das Toxic Schock Syndrom – selten aber sehr gefährlich

Das Toxic Schock Syndrom – selten aber sehr gefährlich

Das Toxic Schock Syndrom – selten aber sehr gefährlich

Liebe Mami!

Das Toxic Shock Syndrom (TSS) ist eine schwere, akute, systemische (das heißt alle Organe und Körpersysteme betreffende) Krankheit. Sie kann durch zwei verschiedene Bakterienarten ausgelöst werden:

  1. Staphylococcus aureus (SA)
  2. Streptococcus pyogenes

Das sind keine exotischen Keime – sie kommen in der Natur sogar sehr häufig vor. Rund 30-40% aller Menschen tragen den SA im Nasenrachenraum.

Eine Immunität besteht bei über 90% der Erwachsenen, die mit dem Erreger schon in Kontakt gekommen sind. Das heißt, sie haben Antikörper, die die Bakterien oder die Gifte, die durch diese Bakterien ausgelöst werden können, neutralisieren. Wenn viele Erreger auf ein Immunsystem treffen, das, aus welchen Gründen auch immer, die Gifte nicht neutralisieren kann, dann kann es zum TSS kommen.

Ursachen

  • Tampons (sehr, sehr selten und immer weiter rückläufige Zahlen)
  • Hautwunden (auch Kratzstellen bei z.B. Neurodermitis)
  • Abszesse
  • Verbrennungen
  • Insektenstiche oder chirurgische Wunden > Eintrittspforte für Erreger, daher Männer und Frauen davon betroffen
  • bei Kindern seltener als bei Erwachsenen
  • Kinder, die betroffen sind, sind meistens unter 2 Jahre alt
  • 10% des septischen Schockgeschehens im Kindesalter wird durch TSS ausgelöst
  • Die Eintrittspforte muss nicht groß sein, die dort sichtbare Entzündungsreaktion kann minimal ausgeprägt sein

Symptome

Diese Kinder sind sehr krank!

Hauptkriterien:

  • Hohes Fieber über 38,9°C
  • Blutdruckabfall und beschleunigter Puls
  • Roter Ausschlag (sieht einem Sonnenbrand ähnlich)
  • 1-2 Wochen nach Auftreten des Ausschlages Schuppung der Haut
  • Mindestens 3 Organmanifestationen

Weitere mögliche Symptome und Folgen:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Folgen einer unkontrollierten Aktivierung des Immunsystems und Gerinnungssystems (Blutgerinnungsstörungen mit der Folge: Amputationen!)
  • Das Ganze kann münden in Übelkeit, massivem Durchfall (Beeinträchtigung der Darmfunktion), bei Verlust von Proteinen zusätzlich Ödeme durch Wassereinlagerungen und Erbrechen
  • Bewusstlosigkeit
  • Multiorganversagen
  • Tod

Therapie

  • Therapie der Schocksymptome
  • Sanierung der Keim-Eintrittspforte
  • Antibakterielle Therapie
  • Hemmung der Toxinbildung medikamentös
  • Immunglobulingabe bei hoher Last an Toxinen

Fazit

  • Bei Scharlachartigem Ausschlag, schlechtem Allgemeinzustand und Blutdruckabfalls muss an TSS gedacht werden
  • TSS ist keine reine Tamponkrankheit
  • Es kann sein, dass kein Bakterium nachgewiesen werden kann
  • Der Verdacht auf diese Erkrankung reicht und rechtfertig den Beginn einer antibiotischen Therapie und toxinunterdrückenden Therapie.

Deine Désirée

Anmerkung: Dieser Beitrag ersetzt keinen Arztbesuch und dient der reinen Information.

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Was Mütter und Mädchen unbedingt über Tampons wissen müssen!

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Liebe Mami!

Das Mädchen war 13 Jahre alt. Sie hatte hohes Fieber und einen roten Ausschlag am ganzen Körper. Ihr Blutdruck war erniedrigt, der Puls raste. Sie sah aufgedunsen aus und eines war bei ihrem Anblick klar: Dieses Mädchen ist schwer, schwer krank, sie braucht sofort eine Blutentnahme und muss auf die Intensivstation.

Die Blutergebnisse wurden im Labor als Priorität behandelt. Bis das Mädchen bereit für die Station war, waren die Ergebnisse da: Übersäuerung, massiv erhöhte Entzündungswerte, Anzeichen für ein beginnendes Multiorganversagen und eine Gerinnungsstörung.

Mit den Blutergebnissen in der Hand informierte ich die Intensivstation darüber, dass sie bitte noch kontrollieren sollen, ob das Mädchen ihren Tampon noch trägt. Es stellte sich heraus, dass das Mädchen ihre Periode vor einigen Tagen hatte und sie vermutlich vergessen hat, den Tampon zu entfernen. Es müssen zwei bis drei Tage gewesen sein.

Es dauerte einige Tage, bis das Mädchen stabilisiert werden konnte. Es dauerte zwei bis drei Wochen, bis sie die Intensivstation verlassen konnte – sie war wieder gesund, ganz die „alte“ und vergaß nie mehr, den Tampon rechtzeitig zu entfernen!

Auch wenn dieser Fall erfunden ist, könnte er genau so vorgekommen sein. Alle Frauen und Mädchen sollte wissen, dass es sowas gibt:

Die „Tamponkrankheit“ ist eine schwere Krankheit, die durch Toxine entstehen, die vor allem das Bakterium Staphylococcus aureus produziert. Die Bakterienbesiedlung entsteht am nicht entnommenen Tampon. Es gab bereits Menschen die daran gestorben sind oder als Folge schwere Beeinträchtigungen erlitten haben (z.B. Verlust der Beine).

Das Risiko für diese Erkrankung ist sehr gering, obwohl die Keime (Staphylococcus aureus oder Streptokokkus pyogenes) fast überall in der Natur vorkommen. 15-40% der gesunden Menschen sind im Nasen-Rachenraum mit Staph. Aureus besiedelt!

Berücksichtigt man den seit Jahrzehnten üblichen, weltweit verbreiteten Gebrauch von Tampons, so ist das gemeinsame Auftreten von TSS im Zusammenhang mit der Menstruation und der Verwendung von Tampons extrem selten.

Deshalb bitte keine Angst vor Tampons!

Wichtig ist eine adäquate Menstruationshygiene und das Bewusstsein, dass es sowas gibt. Außerdem kommt diese Erkrankung durch gute Aufklärung und verbesserte Hygiene immer seltener vor!

Wie man sich davor schützen kann?

 Das wichtigste ist eine sorgfältige Menstruationshygiene!

  1.  Vor und nach dem Einführen des Tampons, solltest du (oder deine Tochter) dir gründlich (!) die Hände waschen!
  2. Die kleinste mögliche Tampongröße wählen, die Stärke des Tampons an die aktuelle Blutungsstärke anpassen
  3. An Tagen mit stärkerer Blutung sollten die Tampons häufiger gewechselt werden – alle 3-5 Stunden! (Wecker stellen!) – sonst reicht alle 6-7,5h Stunden zu wechseln
  4. Nachts: Tampon vor dem Schlafengehen einführen und gleich nach dem Aufstehen wechseln
  5. Nur Tampons nutzen, die original verpackt sind (unbeschädigte Verpackung)

 Hast du davon schonmal gehör?

Deine Désirée

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PS: Die Tamponkrankheit ist eigentlich ein sogenanntes Toxic Shock Syndrom,darüber sprechen wir nächste Woche nochmal genauer.

PPS: Hast du schon mein neuestes kostenloses E-Book gesehen –  „10 Gründe, warum dein Kind dir nicht zuhört“? Darin erfährst du 10 mögliche Ursachen, warum dein Kind dir nicht zuhört und es immer wieder zu Machtkämpfen kommt und was du tun kannst, um die Aufmerksamkeit deines Kindes zu bekommen. Dazu erhältst du das Workbook „Vom Kampf zur Kooperation”. Du wirst hier lernen, wie du Konflikte mit deinem Kind friedlicher löst und durch Verbundenheit unnötige Konflikte in kooperative Momente der Beziehung verwandelst! Beides kannst du dir bis Mitte März herunterladen.

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Hochsensible Kinder brauchen besonderen Schutz

Hochsensible Kinder brauchen besonderen Schutz

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Ein Kind muss fühlen dürfen, um zu merken wie stark es ist

Ein Kind muss fühlen dürfen, um zu merken wie stark es ist

Liebe Mami! Winter.Ich habe es geschafft meine Kinder aus der geborgenen Wärme ihrer dicken Daunendecken zu vertreiben. Wir waren bereit, um in die Schule aufzubrechen. Meine Tochter öffnete die Haustür und wollte Richtung Auto laufen, dann rutschte sie allerdings...

Und plötzlich waren sie groß…

Und plötzlich waren sie groß…

Liebe Mami! Manchmal macht es mich sentimental, meine zwei großen Kinder in die Schule hineinlaufen zu sehen. Einen großen Schulranzen auf dem Rücken sitzend, geben sie ihren Freunden beim Betreten des Schulgeländes ein „High Five“ ohne sich nochmal nach mir...

Diese drei Erkenntnisse haben mein Leben verändert

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Liebe Mami! Das Leben ist voller Wendepunkte. Immer wieder geht es mal vor und mal zurück. Ab und zu hat man jedoch Einsichten, die die ganze Wahrnehmung verändern. Es sind nicht die Dinge, die man liest oder von denen man hört. Es sind ehrliche Erfahrungen, die der...

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Für dich und dein Kind, habe ich mich ausgebildet:

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10 Dinge, die du über Late Talker wissen solltest

10 Dinge, die du über Late Talker wissen solltest

10 Dinge, die du über Late Talker wissen solltest

Liebe Mami!

1. Was ist ein Late Talker?

Wenn ein Kind mit 24 Monaten weniger als 50 Wörter spricht und keine Wörter miteinander kombiniert, spricht man von einem Late Talker (= Spätsprecher). Ca. 15% aller Kinde sind vom late talking betroffen. Ihre  Sprachentwicklung ist verzögert, obwohl sie sich in anderen Bereichen (z.B. Hören, Motorik) altersentsprechend entwickeln. Late Talker sprechen später oder zeigen immer wieder Phasen des Stillstandes, in denen die Sprachentwicklung stagniert und keine neuen Wörter hinzukommen. Sie verständigen sich im 2. Lebensjahr noch überwiegend durch Geräusche, kindliche Wörter (z.B. „ham, wauwau, gaga“), ihreMimik und Gestik.

2. Wie entwickeln sich Late Talker?

Ein später Sprechbeginn sagt zunächst nichts über die weitere Entwicklung aus. Es gibt Kinder, die ihren Rückstand zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag selbstständig aufholen (sog. Late Bloomer – Späterblüher). Mehr als die Hälfte der Late Talker holt jedoch nicht auf; d.h. sie zeigen dann über den dritten Geburtstag hinaus leichte bis hin zu starken Auffälligkeiten in ihren Sprachfähigkeiten (Wortschatz, Grammatik, Aussprache,  Sprachverständnis, Erzählfähigkeiten). Ab dem dritten Geburtstag spricht man von einer Sprachentwicklungsstörung (SES). Die betroffenen Kinder haben große Schwierigkeiten mit Anderen zu kommunizieren, was ihre Teilhabe im Alltag einschränkt und ihr emotinales und soziales Wohlergehen gefährdet.

3. Holt mein Kind auf?

Leider kann nicht sicher vorhergesagt werden, welche Kinder ihren sprachlichen Rückstand aufholen und welche nicht. Es spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, u.a. das Sprachverständnis, die symbolischen Fähigkeiten, die Aussprache und das Sprachangebot durch die Eltern. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass eine Fachperson (Logopädin) die sprachlichen Fähigkeiten eines Late Talkers und das kommunikative Verhalten zwischen Eltern und Kind überprüft. Je früher den betroffenen Kindern geholfen wird, desto besser sind ihre Entwicklungschancen.

4. Aber mein Kind versteht doch alles!

Der überwiegende Teil der Late Talker versteht Sprache gut. 30–40 % haben aber zusätzliche Probleme beim Verstehen von Wörtern oder Sätzen. Leider werden Sprachverständnisprobleme im Alltag oft übersehen. Denn die Kinder lernen zu kompensieren und verstärkt auf den Kontext oder die Mimik und Körpersprache des Gegenübers zu achten. Nur ein standadisierter Sprachverständnistest kann sicher beurteilen, ob ein Kind Sprache tatsächlich ausreichend versteht oder nicht.

5. Warum spricht mein Kind nicht?

Die Ursachen für Late Talking sind bisher nicht eindeutig geklärt. Die Genetik spielt eine Rolle, denn in der Familie gibt es oft Personen, die auch späte Sprecher waren, andere Sprachprobleme oder Lese- Rechtschreibschwierigkeiten zeigen. Kinder unter drei Jahren sind relativ häufig von Mittelohrentzündungen betroffen, aber nicht alle diese Kinder haben Sprachprobleme. Bei Kindern mit Sprachverarbeitungsproblemen wirken sich Hörminderungen jedoch sehr ungünstig aus. Deshalb sollte das Hören bei Late Talkern immer überprüft werden.

6. Verzögert Mehrsprachigkeit die Sprachentwicklung?

Nein, Bilingualität macht keine Sprachstörung! Spricht ein mehrsprachig aufwachsendes Kind mit 24 Lebensmonaten weniger als 50 Wörter (insgesamt in beiden Sprachen), sollte dies ebenso abgeklärt werden.

7. Ist mein Kind nicht intelligent genug?

Late talker haben keine Auffäligkeiten in der Intelligenz, sondern bei ihnen besteht eine spezifische Schwäche in der Verarbeitung von Sprache. Dies äußert sich beispielsweise darin, dass sie sich Wörter nicht gut merken können und Probleme haben sprachliche Regeln zu lernen. Eine verzögerte Sprachentwicklung kann aber auch ein Zeichen für eine allgemeine Entwicklungsverzögerung, Hörstörungen oder andere Grunderkrankung sein. Um dies auszuschließen solltest Du Unsicherheiten früh mit deiner Kinderärztin besprechen.

8. Bin ich Schuld an der Sprachverzögerung meines Kindes?

Nein! Eltern können eine Sprachstörung nicht verursachen. Aber Du kannst großen Einfluss nehmen! Es gibt z.B. Verhaltesweisen, die Kinder in ihrer Sprachentwicklung hemmen und bestehende Probleme verstärken können. Dazu gehört u.a. das Kind zum Nachsprechen aufzufordern, zu viel oder zu wenig zu sprechen sowie Druck oder negative Gefühle beim Sprechen aufzubauen.

9. Mein Kind ist ein Late Talker – wie geht es weiter?

Teile Deine Beobachtungen und Sorge mit Deinem(r) Kinderarzt*ärztin. Auch sollten eine Hörstörung oder andere Grunderkrankungen ausgeschlossen werden. Im Rahmen einer Sprachdiagnostik bei einer Logopädin/ Sprachtherapeutin kann die Sprachentwicklung im Detail untersucht und wenn nötig eine Sprachtherapie und/oder Elternberatung eingeleitet werden.

10. Was kann ich zu Hause tun?

Late Talker benötigen im Alltag mehr Hilfe beim Sprechenlernen. Deshalb sollten Eltern ein gutes Sprachvorbild sein und ihr Kind besonders unterstützen. Dabei ist es wichtig, das eigene Sprachverhalten zu reflektieren; einerseits sprachhemmende Verhaltensweisen zu erkennen und abzubauen und andererseits durch Sprachlehrstrategien die Sprache des Kindes im Alltag zu fördern. In einer gezielten Elternanleitung können Eltern genau das lernen. Die hohe Wirksamkeit von Elternmaßnahmen bei Sprachentwicklungsstörungen ist wissenschaftlich belegt.

Deine Désirée

Dieser Beitrag wurde von Patricia Pomnitz (Logopädin & Therapiewissenschaftlerin, diplomierte Legasthenietherapeutin) verfasst. Auf ihrer Onlineplattform „Sprachgold“ erhalten Eltern fundiertes Wissen und Hilfe rund um das Thema Sprachentwicklung, Sprachstörungen und Sprachförderung.

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5 Mythen zum Thema Krampfanfälle bei Kindern

5 Mythen zum Thema Krampfanfälle bei Kindern

5 Mythen zum Thema Krampfanfälle bei Kindern

Liebe Mami!

Eltern haben so viel Angst vor Epilepsie, Schlaganfällen, Krampfanfällen, Affektkrämpfen. Diese Begriffe werden (wie sollten sie es auch besser wissen) sehr häufig durcheinander geschmissen. Aber wo kommt die Angst ursprünglich her? Sie wurzelt in viel Unwissen!

Heute geht es um 5 Mythen zum Thema Krampfanfälle bei Kindern! Los gehts!

  1. Mythos: Alle Kinder, die an einer Epilepsie leiden, sind oder werden behindert.
    NEIN: mache Formen der Epilepsie treten zwar gerne bei geistig behinderten Kindern auf, aber die meisten Kinder mit Epilepsie entwickeln sich geistig ganz normal!
  1. Mythos: Fieberkrämpfe sind die kindliche Form einer Epilepsie:
    NEIN! Fieberkrämpfe sind Krampfanfälle, die bei kleinen Kindern auftreten, die Fieber haben. Zu 80% handelt es sich um unkomplizierte Krampfanfälle aus denen die Kinder herauswachsen, zu 20% aus komplizierten Krampfanfällen. In der zweiten Kategorie gibt es ein miniminiminiminimal erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Epilepsie, allerdings geht man davon aus, dass nicht die Fieberkrämpfe ursächlich sind, sondern die Kinder sowieso eine Veranlagung für Epilepsie haben, die sich dann in Fieberkrämpfen äußert.
  1. Mythos: Es hilft, wenn man Kinder, die zu Fieberkrämpfen neigen, frühzeitig Fiebermittel gibt.
    NEIN (siehe Post zu Fieberkrämpfen)
  1. Mythos: Wenn Kinder einen Krampfanfall haben, müssen sie immer zucken und umfallen.
    NEIN: Es gibt dezente Krampfformen, bei denen vielleicht nur die Hand zuckt und das Kind bei Bewusstsein ist, es gibt auch Formen, wo gar nichts zuckt und das Kind immer wieder mal kurz abwesend ist.
  1. Mythos: JEDE Epilepsie ist unheilbar.
    NEIN! Es gibt zwar schwere Epilepsien, die nicht auf Medikamente reagieren aber die MEISTEN Epilepsien sind gut behandelbar und die Kinder führen ein normales Leben. Einige Epilepsien „verwachsen“ sich sogar.

Was hast du sonst noch so gehört zum Thema Krampfanfälle?

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PS: Trotz- und Wutanfälle (nicht nur bei dir, sondern auch bei deinem Kind) gehören zwar nicht in diese Kategorie, aber dennoch möchte ich dich kurz daran erinnern, dass ich dir zwei kostenlose E-Books „10 Gründe warum dein Kind dir nicht zuhört“ und „Von Kampf zu Kooperation“ zur Verfügung gestellt habe. Du weißt ja, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche als mehr Verbundenheit in allen Familien. Beides kannst du dir bis Mitte März herunterladen.

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Wenn Eltern ihrem Kind aus Versehen den Arm auskugeln

Wenn Eltern ihrem Kind aus Versehen den Arm auskugeln

Wenn Eltern ihrem Kind aus Versehen den Arm auskugeln

Liebe Mami!

Wie oft bin ich Kindern in der Notaufnahme begegnet, deren Eltern ihnen aus Versehen den Arm ausgekugelt haben. Nun ist es sogar mir passiert, also da bin ich und oute mich: Ich habe meinem Sohn gestern beim Spielen den Arm ausgekugelt.

Wie das passiert ist?

Mein zweijähriger Schatz und ich haben verstecken gespielt. Als er mich fand, wurde er so schnell, dass er nicht mehr stehen bleiben konnte, rutschte aus, flog über meinen Fuß und drohte mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen. Was mache ich? Ich ziehe ihn ruckartig am Arm nach oben und bewahre ihn vor einer Kopfplatzwunde. Dann schrie er ‚Aua‘ und bewegte sich nicht mehr. Ich ging in die Knie um ihm besser in die Augen sehen zu können, um herauszufinden was los war. Man merkte, dass ihm irgendetwas fürchterlich weh tat und er Angst hatte sich zu bewegen.

Da wurde es mir auch klar, was da gerade passiert war. Mit dem ruckartigen Zug am ausgestreckten Arm, habe ich für eine Subluxation des Radiuskopfes (ein Gelenkteil im Ellenbogen ist nicht mehr verbunden mit dem zugehörigen anderen Gelenkanteil) gesorgt.

Ich wusste Gott sei Dank was zu tun ist, renkte das Ganze wieder ein, der Kleine streckte seinen Arm wieder aus und lief weiter. In dem Moment war ich besonders froh, Kinderärztin sein zu dürfen!

Zusammengefasst, die 10 Dinge dazu, die du dir merken solltest:

  1. Name dieser ‚Situation‘: „Kindermädchen-Ellenbogen“ oder „Chassaignac-Lähmung“
  2. Häufig im Kleinkindalter (1-4.LJ)
  3. Meist dadurch, dass Eltern am ausgestreckten Arm des Kindes ziehen, aber auch durch Sturz; zb auch bei „Engelchen flieg“ möglich!
  4. Auskugeln des Radiusköpfchen (Teil des Ellenbogengelenkes) mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung: das Kind möchte den Arm nicht mehr ausstrecken, sondern gebeugt halten, es kann keine Drehung nach Außen mit dem Ellenbogen mehr machen, das heißt, die Handfläche zeigt zum Bauch. Das Kind stützt den schmerzenden Arm oft mit dem gesunden Arm und versucht sich nicht zu bewegen um Schmerz zu vermeiden, das macht ihnen auch manchmal ganz schön Angst.
  5. Gleich zu einem Arzt fahren, der das Radiusköpfchen wieder an seine ursprüngliche Stelle zurückbringen kann. Wenn die Situation ganz klar ist, braucht es kein Röntgenbild, der Hergang und die Art und Weise, wie das Kind seinen Arm hält, verraten dem Arzt alles, was er wissen muss, um tätig zu werden (das macht er mit zwei einfachen Handgriffen, ohne Betäubung jeglicher Art). Ruhigstellung oder OP sind danach nicht nötig
  6. Voraussetzung für die ‚einfache manuelle Therapie‘ sind: keine Schwellung oder Deformität (könnte auf eine Fraktur hinweisen), keine Begleitverletzungen oder -symptome (z.B. Gefühlsverlust in den Fingern).
  7. Die Wahrscheinlichkeit für eine Wiederholung: 20%
  8. Nachsorge nicht nötig

 Hast du schonmal davon gehört?

Deine Désirée

Anmerkung: Dieser Beitrag ersetzt keinen Arztbesuch und dient der reinen Information.

PS: Hast du schon mein neuestes kostenloses E-Book gesehen –  „10 Gründe, warum dein Kind dir nicht zuhört“? Darin erfährst du 10 mögliche Ursachen, warum dein Kind dir nicht zuhört und es immer wieder zu Machtkämpfen kommt und was du tun kannst, um die Aufmerksamkeit deines Kindes zu bekommen. Dazu erhältst du das Workbook „Vom Kampf zur Kooperation”. Du wirst hier lernen, wie du Konflikte mit deinem Kind friedlicher löst und durch Verbundenheit unnötige Konflikte in kooperative Momente der Beziehung verwandelst! Beides kannst du dir bis Mitte März herunterladen.

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Ich bin Dr. Mami

Für dich und dein Kind, habe ich mich ausgebildet:

  • Ärztin, Familien- und Life-Coach
  • Gründerin von MAP-Family®
  • Europäisches Diplom für ganzheitliche Medizin
  • in Ausbildung zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin
    Ayurveda Psychologie
  • Lehrerin für achtsame Elternschaft mit Selbstmitgefühl
  • Expertin auf www.bindungsorientiert.com
  • diverse zusätzliche Qualifikationen

Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung. Oscar Wilde

In meinem Leben habe ich unvorstellbar viele Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten. Mark Twain

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