Wenn es keine Liebe ist?

Wenn es keine Liebe ist?

Wenn es keine Liebe ist?

Liebe Mami!

Es gab eine Zeit, in der wir in getrennten Zimmern geschlafen haben und der Kampf mit der Frage „warum geht nicht einfach einer von uns“ uns viele Nächte lang wach gehalten hat.

Warum keiner den Schritt raus gewagt hat?
Geld? Haus? Praxis?
Kinder?
Angst loszulassen?
Nein, das war es alles nicht.
Vielleicht doch Bequemlichkeit?

Klar war, dass diese Situation voller Aggression, Kälte und Anspannung für unsere ganze Familie toxisch war und etwas passieren musste.

Meistens waren unsere Gespräche so emotional geladen, dass wir gar nicht produktiv miteinander sprechen konnten, entweder wir attackierten und beschuldigten uns gegenseitig oder der einer griff an, während sich der andere zurückzog.

Jogi und ich haben einen ähnlichen Zugang zu Philosophie und Psychologe, so konnten wir in ruhigen Momenten doch wieder zueinander finden. Im Laufe der Zeit ist uns bewusst geworden, dass wir einander überhaupt nicht mehr ganzheitlich wahrnehmen können (Erschöpfung, Tunnelblick durch Stress, Bewertungen des gegenüberliegenden VERHALTENS). Unser Lebensstil hat so viel Schaden in uns angerichtet hat, dass wir den anderen brauchten, um diesen Schaden zu reparieren. Und wenn das nicht geschah, dann krachte es.

Weil es in Wirklichkeit nicht um den Menschen geht, der vor uns steht, sondern um den, den wir hineininterpretieren.

Wunschdenken.
Illusionen, die durch den Blick unseres inneren Kindes entstehen, es wirkt wie ein Filter der Wahrheit: Es erschafft sich seine eigene Realität und eine eigene Interpretation des Partners.
Ich gehe sogar soweit zu sagen:
in Wirklichkeit kennen wir den Menschen, den wir angeblich lieben gar nicht richtig und die Person kennt sich selbst genau so wenig. Es sei denn, wir sind bereit für Verbundenheit.
Jogi und mir wurde bewusst, dass wir mit zweierlei Maß messen:
Der wohlwollende Blick, den wir so gerne ansetzen, wenn es um den Umgang mit unseren Kindern geht, sollte auch dem Partner und uns selbst gebühren.

Man kann den Kindern nicht wirklich offen begegnen, ohne auch dem Partner und sich selbst offen zu begegnen. Solange wir nicht offen sind, müssen wir uns eingestehen:
wir kennen einander nicht wirklich – obwohl wir uns so gut kennen! Wir kennen DIE ROLLE, die wir im Leben eingenommen haben, aber nicht unsere Essenz!
Wenn wir mit unseren Partnern streiten, sie abwerten, verurteilen, kritisieren, ignorieren, nicht wertschätzen etc… spricht oft unser inneres Kind. Im Endeffekt streiten zwei innere Kinder in erwachsenen Köpern miteinander.
 

Sie sehen und hören oft nur noch das, was ihre Glaubenssätze durchlassen.

Das ist auch der Grund, warum ich denke, dass wir uns nicht wirklich in unserer Essenz erkennen, solange unsere innere Kinder uns daran hindern, uns selbst, aber auch unseren Partner (und sogar unser Kinder) zu erkennen.

Wir alle tragen unreife und unschuldige innere kinder in uns. Wir sind hart zu ihnen, weil wir erwarten, als Erwachsene auch komplett gereift sein zu müssen. Sie brauchen aber Liebe und Akzeptanz.

Das zu erkennen war wichtig für uns.
Zu erkennen, dass wir so wenig wissen und verstehen, voneinander, von uns selbst, von der Welt hat (meistens :-)) große Offenheit und damit tiefe Verbundenheit zu uns selbst, zueinander und der Welt ermöglicht.

Jeder von euch weiß es: die Liebe, die aus der Verbundenheit entsteht, ist eine spirituelle Erfahrung.

Findest du den Gedanken, niemand richtig zu erkennen, wenn wir durch die Augen unseres inneres Kindes schauen, befreiend oder beängstigend?

Deine Désirée

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In meinem Leben habe ich unvorstellbar viele Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten. Mark Twain

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Das kindliche Bedürfnis, von dem die meisten nichts wissen!

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Liebe Mami!

(Hier kannst du dir den Beitrag als Podcast anhören.)

Was braucht dein Kind noch von dir, damit es sich von seinem Leben umarmt fühlt – und nicht „nur“ von dir?

Wenn von Bedürfnissen gesprochen wird, meinen viele Menschen die körperlichen Bedürfnisse, nach z.B. Nahrung. Wir bewegen uns mittlerweile aber in einer Ära, in der auch die Relevanz seelischer Bedürfnisse nach bedingungsloser Liebe und Geborgenheit immer mehr Akzeptanz finden.

Aber es gibt ein Grundbedürfnis, das leider vielen nicht bekannt ist. Ein Bedürfnis, das oft nicht ernst genommen und leider noch öfter missverstanden wird: das Bedürfnis nach Spiritualität.

 
Ein Baby ist Eins mit dem Universum, solange es geborgen im Bauch heranwächst.
In der Regel bekommt es dort körperlich und seelisch alles was es braucht, ohne dass es darum bitten muss. Es ist Eins mit seinem Universum, wächst in der absoluten Perfektion des Seins auf, denn alle seine Bedürfnisse sind erfüllt (das habe ich hier etwas vereinfacht dargestellt).

Wenn es auf die Welt kommt verändert sich das. Mit seiner Geburt wird ein Kind aus der Perfektion des Seins gerissen.

Es braucht Bindungspersonen, die ständig seine Bedürfnisse erkennen und erfüllen, damit dieses Gefühl des Einsseins mit Allem, der inneren Harmonie, bestehen bleibt.
Manchmal wird es zu laut oder zu hell, zu warm oder zu kalt in seiner Umgebung sein und es kann daran nichts ändern.

Es ist NICHT die Aufgabe der Eltern perfekt zu sein und so schaffen es Eltern schlichtweg nicht immer, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu erkennen oder feinfühlig darauf einzugehen und so erlebt das Kind auch mal Spannungen, Stress und Ängste. All das gehört zum Leben – zu einem gewissen Grad. So ist das Kind naturgemäß immer mal wieder getrennt von oder verbunden mit dem Gefühl der Vollkommenheit.

Kleine Kinder schaffen es noch ganz gut, immer wieder Eins zu sein mit dem Universum.

Woran du das erkennst?

Für DICH spürbar wird es, wenn du dein Kind beim Schlafen beobachtest, da kehrt etwas von dem spirituellen Erleben der Verbundenheit in dir ein, wenn du es zulässt, denn in diesem Moment hörst du meist auf zu DENKEN, dein Kind zu bewerten oder beurteilen. Wenn du dein Kind beim schlafen beobachtest, FÜHLST du das, was immer da ist: eure Verbundenheit. Wenn du deinen spirituellen Sinn schärfst, wirst du die Verbundenheit auch zu ganz unerwarteten Dingen/Menschen spüren!!
Dein Kind, je kleiner desto mehr, erlebt immer wieder diese Einheit mit dem Leben, nur nehmen wir Eltern es oft nicht wahr, weil wir oft ungeduldig, nervös und getrieben sind.
 

Sie erleben es:

…. wenn sie Schnee in den Fingern halten oder nur das Glitzern der Sonne auf einer mit Schnee bedeckten Wiese in sich aufsaugen.
 
…..wenn sie (gefühlte Ewigkeiten kann das für uns Eltern dauern) einen Marienkäfer auf einem Ast bestaunen! Ein Kind schaut den Marienkäfer nicht nur an, es fühlt etwas Magisches in sich! Die Zeit steht still für das Kind (und vielleicht auch für den Marienkäfer) in diesem Moment des Seins und in der Wahrnehmung des Hier und Jetzt! Wir Eltern schaffen das nicht, weil wir in Etappen und Zielen denken und das verhindert die Wahrnehmung der Verbundenheit, die gibt es nur im Hier und Jetzt!
 
…. wenn sie Steine sammeln (wir schmeißen sie dann oft wieder genervt weg!) Sie ERLEBEN die Magie und Einzigartigkeit jedes einzelnen Steines.

Erst mit dem zunehmenden Alter erlangen Kinder die kognitive Reife, um sich getrennt von allem anderen zu erfahren. So wichtig dieser Prozess für das ICH-Bewusstsein ist, so gefährlich ist es aber für das spirituelle Bewusstsein.

ALLE (!! ANGEBOREN!!) Kinder wollen spirituell sein. Sie wollen auch mit uns in Austausch gehen, aber wir reagieren oft nicht auf die Magie, die sie versuchen mit uns zu teilen. Statt ins Gespräch zu gehen und ihr spirituelles Verlangen zu stillen, lenken wir sie ab oder ignorieren sie und so langsam hören sie auf uns einzubeziehen in ihre „Welt der Verbundenheit“ (das ist genau das, was die Kindliche Magie ausmacht!)!
Langsam verschwinden die Fragen nach Gott, dem Tod, was Geister und Engel sind oder der Wunsch, gemeinsam ein paar Steine oder Regenwürmer anzusehen. Sie verstummen, weil wir (und das System) sie nicht hören. Irgendwann vergessen sie ihr eigenes spirituelles Bedürfnis, so wie jemand, der nach einigen Tagen Fasten, keinen Hunger mehr spürt. Aber wie jedes unterdrückte Bedürfnis arbeitet es im Inneren weiter und manifestiert sich z.B. in der Pubertät durch zu viel Alkoholkonsum oder Depressionen, später z.B. durch Konkurrenz, Missgunst und Neid, oder zwanghaften Verfolgen von Idealen- oder sonstigem Suchtverhalten.
Das verkümmerte spirituelle Bedürfnis eines Menschen zeigt sich durch die fehlende Verbundenheit nicht nur zu sich selbst, sondern auch zu anderen.

Aber was ist Spiritualität eigentlich?

Ist es der Glaube an Gott, Buddha, dem Leben nach dem Tod, Karma, Globuli oder hat es was mit Meditation zu tun? Sind religiöse Menschen, Veganer oder Nachhaltigkeitsanfechter automatisch spirituell?
NEIN!
(Aber möglicherweise!)
Mit Spiritualität meine ich hier das Gefühl der Einheit und Verbundenheit. Das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.
Sich verbunden mit allem wahrzunehmen sorgt automatisch dafür, dass man sich wie ein Teil des Ganzen fühlt. Eigenständig und doch verbunden.
Wie jede Zelle des Körpers eine Einheit und doch Teil eines Verbandes ist. Die Zelle, die versucht alleine zu arbeiten, verkümmert. Die Zelle, die immer in Balance mit allen anderen Zellen arbeitet, blüht auf.
Egal welchen Namen „das Ganze“ (Gott? Universum? Natur? Liebe?) hat, jeder der es fühlt, weiß was ich meine:
Spiritualität führt zu Urvertrauen und innerer Verbundenheit und es gibt der eigenen Existenz eine noch viel ehrlichere und unvergänglichere Bedeutung als das , was viele oft als wichtig ansehen (Leistung? Noten? Ruhm? Viele Follower? Oft nur Wünsche des Ego, das an der Seite des inneren Kindes nach Anerkennung schreit).
Ich habe dich eingangs gefragt:
Was braucht dein Kind noch von dir, damit es sich von seinem Leben umarmt fühlt – und nicht „nur“ von dir?
Es braucht dich an deiner Seite, um seine spirituellen Bedürfnisse mit ihm zu stillen, denn dann kann dein Kind sich, dich und das Leben so ganzheitlich erfahren wie es ist, denn alles ist verbunden und der spirituelle Sinn macht diese Wahrnehmung möglich. Dein Kind braucht Spiritualität in seinem Leben, dieses Bedürfnis ist ihm angeboren!
Ich wünsche mir für alle Kinder von Herzen, dass ihre Eltern sich weniger intensiv mit den Themen Höflichkeit, guten Noten, adäquate Essmanieren und „früh selbständig werden“ auseinandersetzen.
 
Kinder brauchen in erster Linie einen sicheren Hafen, um sich zu trauen, ihr authentisches ICH zu leben. Eltern sind ein Teil des sicheren Hafens, aber der Hafen ist größer als die Familie. Zum Hafen gehört die Magie der Spiritualität.
 
Sie schenkt Kindern Halt, erdet sie, beflügelt sie, erfüllt sie, sie ist ihr Freund! Sie ist da, wenn Eltern nicht schaffen, ihren Kindern das Gefühl zu geben, bedingungslos geliebt zu werden (was fast unmöglich ist!). Teil von etwas Größerem sein zu dürfen ist wichtig für die menschliche Seele, denn das ist das, wonach sie hungert.
 
In der Verbundenheit zu sich selbst und dem Leben, liegt das Glück, das sich so viele hier für ihre Kinder wünschen.
Womit kann dein Kind Stunden verbringen?
 
Deine Désirée

Blogbeitrag “Lass dein Kind auch mal in Ruhe!”

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Mein Problem mit dem Thema Impfen

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Liebe Mami!

Wow 😮 ich habe heute eine lange Nachricht mit Vorwürfen bekommen:
  • Wie herablassend meine Story über die mütterliche Intuition gewesen sei (tut mir leid, wenn er/sie das so empfunden hat)
  • Dass es so vieles gäbe, was ich über den weiblichen Zyklus nicht wüsste (wann habe ich das behauptet?)
  • Ich würde mich über Mütter stellen, weil ich Ärztin bin (Ich bin selbst dreifache Mutter und das hat wesentlich meine Blick auf alles was ich tue gefärbt)
  • Ich hätte offensichtlich mein Urvertrauen verloren (Bewertungen meiner Psyche – ohne mich zu kennen – sind ziemlich subjektiv und sagen daher mehr über das Projektionsvermögen des anderen aus als über mich. Vorsicht übrigens: wegen unserer menschlichen Neigung zu projizieren, nehmen wir auch die Kinder nicht so wahr wie sie sind und stülpen unsere Wahrnehmung über ihre Realität! Man muss spirituell schon sehr weit entwickelt sein, sehr verbunden mit sich selbst sein, um nicht mehr zu projizieren und man fällt auch leicht immer wieder in seine alten Muster!)
  • Ich hätte im Studium nichts relevantes gelernt und wisse alles mögliche über Impfungen nicht (warum schreiben mir Leute immer, was ich über das impfen denke, obwohl ich nie was dazu sage?)

Warum nimmt man sich die Zeit, um jemanden, den man nicht mag, überhaupt anzuschreiben? Oder Dinge zu lesen, von jemanden, dessen Meinung man nicht schätzt?​

 

Aber da nun mal wieder das Thema Impfung angesprochen wurde, möchte ich doch mal was dazu sagen:

 

Dieses Thema kommt immer mal wieder in meiner Inbox auf, obwohl ich darüber gar nicht auf meinem Profil rede – ich weiß gar nicht, warum manche Eltern versuchen mir irgendeine Meinung anzudichten, ich halte mich hier bewusst zurück zu dem Thema, weil bei vielen der Tunnelblick angetriggert wird und das finde ich ziemlich komisch, denn auf meinem Kanal geht es um Offenheit und Ganzheitlichkeit.

Ganz ehrlich:

Ich habe hier auf meinem Kanal schlichtweg kein Bedürfnis mit GEGNERN zu sprechen. Egal ob Impfgegner oder Nichtimpfgegner. Das sind Energien, die mir fremd sind und die mich stören, weil sie anti-verbindend sind.
 
Ich glaube auch, das ist meine persönliche Meinung, dass Menschen die tiefe Verbundenheit fühlen, keine Gegner sind.
 
Ich habe Freunde, die nicht impfen und dabei total entspannt, nicht aggressiv oder missionarisch unterwegs sind oder ständig diskutieren wollen, sobald sie mit Befürwortern sprechen!
 
Ich habe auch Freunde, die nicht impfen und ständig über Ärzte herziehen müssen, die allen, die nicht ihrer Meinung sind, klarmachen wollen, dass sie ahnungslose Opfer der Maschinerie sind.
 
Ich habe Freunde, die impfen und über alle lachen, die nicht impfen wollen und ich habe Freunde, die impfen und andere wertfrei entscheiden lassen können.
 
Ich mag die Gesellschaft von Menschen, die nicht impfen, aber andere impfen lassen. Ich mag die Gesellschaft von impfenden, die die nichtimpfenden in ihrer Entscheidung respektieren.
 
Man kann also seine Kinder impfen oder nicht impfen ohne dabei GEGEN die andere Richtung zu sein.
Mich inspirieren Menschen, die Dinge tun, weil sie FÜR etwas und nicht GEGEN ETWAS SIND.
FÜR etwas zu sein, entsteht aus einer Verbundenheit. GEGEN etwas zu sein, entspringt nicht der Verbundenheit.
Mich inspirieren Menschen, die zusammen sein können, auch wenn sie anderer Meinung sind.
Wenn man sich wünscht, dass Kinder später in allen Menschen die Menschlichkeit und nicht nur die Hülle sehen können (dazu gehört für mich nicht nur das Aussehen oder der Job, sondern auch zu einem gewissen Grad, die Überzeugungen und somit das EGO) – dann müssen wir das erstmal selbst schaffen. Wir dürfen tief in uns hineinfühlen, denn dann kommen wir an einen Ort, an dem wir erkennen, dass wir weder uns, noch unsere Kinder, noch andere Menschen wirklich kennen und öffnen uns für die Tatsache, dass das was wir meinen zu wissen, vielleicht auch total falsch ist – nur dann sind wir wirklich offen für die tiefen Einblicke in die Wahrheit.
Wir dürfen Vorbild sein.
Und dafür dürfen wir uns hinterfragen!
Lasse ich andere Meinungen gelten?
Bewerte ich andere Menschen für ihre Meinung?
Wenn ich schlecht über andere spreche, was sagt das über mich? Warum habe ich das Bedürfnis in diesem Moment?
Was lernt mein Kind, wenn ich über andere lästere?
Hast du für dich erkannt, wie sich deine Bewertung eines Menschen oder einer Situation verändert, wenn du gut oder schlecht drauf bist?
 
Désirée
P.S:
In diesem Post geht es mir erstmal nicht um die realen Konflikte, wie z.B. Herdenschutz. Mir geht es darum, mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen, denn man kann Menschen auf verschiedenen Ebenen begegnen. Selbst wenn ich fachlich denken würde, es ist eine Katastrophe, dass XY das macht oder nicht macht, kann ich die emotionale Ebene der Person meist verstehen, weil ich die Emotionen Angst und Sorge kenne. Sehr oft erreicht man mehr, wenn man einander zuerst emphatisch begegnet und versteht, bevor man versucht mit Argumenten zu überzeugen, die die Person, die vor einem steht, aus welchem Grund auch immer, gar nicht interessiert. Bevor man jemanden abholen kann, muss man erstmal wissen, wo man hinfahren muss!

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Traumatisierung in der Kinderarztpraxis

Traumatisierung in der Kinderarztpraxis

Traumatisierung in der Kinderarztpraxis

Der Titel klingt zugegebenermaßen etwas provokativ.

Aber vielleicht muss das auch so sein!

Ich bin ehrlich:

Ich weiß nicht, ob ich, wäre ich keine Mami, auch so sensibilisiert wäre, was dieses Thema ‚wie geht die Praxis mit meinem Kind um‘ angeht. Erst als ich selbst Patientin wurde, kam ich in den Geschmack davon, wie es sich anfühlt, wie ein Stück Fleisch behandelt zu werden. Man sprach über mich, als wäre ich nicht da. Nach meinem Kaiserschnitt fror ich so stark, dass die ganze Liege wackelte und statt mich zuzudecken und aufzuwärmen, schob man mich halb nackt in einen OP-Flur und ließ mich dort, ohne ein Wort zu sagen, liegen. Ich persönlich nahm das niemandem übel, vielleicht weil ich die ‚andere Seite‘ kenne, vielleicht, weil ich relativ hart im nehmen bin, vielleicht, weil ich es nicht persönlich nehme.

Aber ich weiß auch, wie es ist, wenn die eigenen Eltern in der Klinik liegen und wie Abschaum behandelt werden. Ich weiß, dass man, wenn es um die Angehörigen geht, viel intoleranter ist und es einem sehr weh tut, wenn man beobachten muss, dass jemand sich z.B. seinen Kindern gegenüber lieblos, respektlos, grob oder ungeduldig verhält.

Und wenn ich ehrlich bin, bin ich manchmal froh um diese Erfahrungen, denn wenn ich eines nie wollte, war es abstumpfen.

Und weißt du was?

Es ist gar nicht so leicht. Denn das was für dich oder dein Kind in der Kinderarztpraxis ‚etwas Besonderes ist‘ ist für den Kinderarzt und sein Team absolute Routine.

Du kennst den Spruch:

‚Dein Alltag ist ihre Kindheit‘? Er erinnert dich als Mutter daran, dass all das was dich nervt, stresst oder treibt im Alltag, nämlich jeden Tag, die Erinnerung ist, die dein Kind in seinem Herzen trägt, die Erinnerung an seine Kindheit.

Vielleicht dürfen wir den auch übertragen, auf die Arztpraxen, die durch ihren Alltag manchmal vergessen, feinfühlig auf deine Bedürfnisse oder die deines Kindes einzugehen. Auch wenn ich das hier schreibe, weil ich eben die ärztliche Seite kenne und stets darauf achte, mir vom Alltag nicht die Menschlichkeit austreiben zu lassen, weiss ich dennoch, dass auch Patienten manchmal verzeihen dürfen.

Dennoch möchte ich mich an dieser Stelle einsetzen, für mehr Menschlichkeit und Achtsamkeit im Umgang mit den unschuldigen Kinderseelen und dir von Mutter zu Mutter zur Seite stehen, wenn du nach einem Kinderarztbesuch Tränen in den Augen hast, weil du das Gefühl hast, dein Kind ist schlecht behandelt worden oder weil dein Kind in all seiner Scham und Panik nicht gesehen und nicht gewertschätzt wurde. Alltag hin oder her- wir müssen einen gemeinsamen Weg finden, denn ein liebevolles Miteinander ist nur möglich, wenn wir unsere Grenzen beachten, egal ob das Kind groß oder klein ist: jede persönliche Grenze ist gleich viel wert!

Ich bin in den letzten Jahren immer und immer wieder auf dieses Thema angesprochen worden:

„Mein Kind hat Angst vor dem Kinderarzt und seinem/ihrem Personal, weil sie unmöglich mit meinem Kind umgegangen sind“.

Viele Mütter fragen mich, wie man damit umgehen soll, wenn in der Kinderarztpraxis Dinge mit dem Kind gemacht werden, unter dem es leidet. Müssen wir einfach cooler sein, nach dem Motto „Augen zu und durch“?

Oder sollten gewisse Untersuchungen eigentlich anders stattfinden?

Ich habe dazu zwei Kernaussagen:

  1. Wenn du mit deinem Kind in die Kinderarztpraxis gehst, bist du nicht diejenige, die dafür sorgen sollte, dass dein Kind dort liebevoll und respektvoll behandelt wird. Das ist etwas, das für das Praxispersonal eigentlich selbstverständlich sein sollte und automatisch passieren sollte.
  2. Wir als Erwachsene, als Kinderärzte, oder du als Mami, haben nicht zu entscheiden, welche Erlebnisse für dein Kind traumatisierend sind. Allein das Kind entscheidet, was für ihn schlimm ist oder nicht.
 

Ich bin mir sicher, dass viele ärztliche bzw. kinderärztliche Eingriffe bei Kindern (zumindest teilweise) als traumatisch empfunden werden. Es ist unsere Verantwortung als Mediziner dafür zu sorgen, dass sich jedes Kind, das vor uns steht, egal ob groß oder klein, gesehen, verstanden und wertgeschätzt fühlt.

Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass Eingriffe, die potentiell traumatisch sein könnten, wie z.B. eine Blutabnahme, so bedürfnisorientiert wie möglich stattfinden.

Das oberste Bedürfnis in einer solchen Situation ist das Verlangen nach Selbstbestimmung, nach Abstand von Fremden und nach Sicherheit.

(Welcher Erwachsene hat schon gerne Nadeln in seinem Körper? Geschweige denn ein Kind, dass den Sinn und Zweck dahinter nicht versteht…)

Ich weiß natürlich nicht, was in anderen Kinderarztpraxen passiert, aber ich weiß, dass auch in der Erwachsenenmedizin sehr viele Grenzüberschreitungen passieren.

Ich denke, dass die Hauptursache in den Arbeitsbedingungen und dem daraus entstehenden Stress zu finden sind. Stress mindert das Feingefühl, das man doch eigentlich so dringend braucht, wenn man mit Menschen zusammenarbeitet und möchte, dass sie sich wohlfühlen!

Manchmal ist es auch so, dass die Chemie zwischen den Eltern und dem Arzt nicht stimmt, sodass Dinge falsch interpretiert oder „mit dem falschen Ohr“ gehört werden.

Aber egal wie die Situation ist, egal mit welchem Ohr man hört, egal ob man Stress hat oder ungeduldig ist, dies darf nicht auf den unschuldigen und wehrlosen Schultern eines Kindes ausgetragen werden.

Erwachsene können kommunizieren, wenn ihnen etwas nicht passt, Kinder schreien, weinen, ziehen sich zurück oder unterdrücken ihre Gefühle, da muss man umso feinfühliger sein.

Eltern und Praxispersonal sollten als Team auftreten:

„Wir sind für dich da, wir müssen etwas machen was dir nicht gefällt und wir verstehen das, aber wir sorgen dafür, dass es für dich so angenehm wie möglich ist, denn wir sehen und respektieren dich und deine persönlichen Grenzen. Wir nehmen deine Not wahr und werden die Reaktion auf das, was gerade hier passiert, nicht werten.“.

Einen liebevollen und respektvollen Raum zu schaffen, wenn sich ein Kind eingeengt fühlt, ist schlichtweg Aufgabe des Personals!

Es ist leicht zu denken ‚mein Gott, das Kind übertreibt und diese Übermutter kann nicht loslassen‘. Es ist aber wichtiger und liebevoller zu denken: ‚das Kind und seine Mutter fühlen sich nicht wohl, wir müssen das gemeinsam lösen und wenn es keine Lösung gibt, dann können das Gespräch, Respekt und Wertschätzung schon die Lösung sein!‘

 

Wie geht man damit um, wenn das Kind nicht „mitmacht“?

Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Kind einfach so von fremden Menschen anfassen, jede Untersuchung über sich ergehen lässt und einfach „mitspielt“. Für uns als Ärzte ist manches Verhalten natürlich angenehmer und einfacher, aber wir sollten nicht in die emotionale Bewertung oder Abwertung eines Kindes abrutschen.

Ich spüre immer wieder, dass ‚nicht-brave Kinder‘, die den Arzt womöglich nervös machen könnten, auch Momente sind, in denen Mütter nervös werden. Vielleicht, weil ihr eigenes inneres Kind in dem Moment angetriggert wird, weil ihnen als Kind das Gefühl gegeben wurde, dass sie nur dann liebenswert sind, wenn sie richtig mitmachen.

Ein Kind ist nicht weniger wert, wenn es nicht richtig mitmacht und eine Mutter muss sich niemals für das Verhalten ihres Kindes während einer Untersuchung schämen!

Was ist mit dem Festhalten von Kindern?

 

Viele Untersuchungen beim Kinderarzt können spielerisch durchgeführt werden. Manchmal ist es möglich, die Mutter des Kindes mit einzubeziehen, sodass der Arzt das Kind nicht mal anfassen muss. Gerade bei schüchternen oder ängstlichen Kindern sind ärztliche Geduld und Kreativität gefordert.

Es gibt aber auch Untersuchungen, bei denen eine spielerische Herangehensweise schwierig ist, zum Beispiel wenn bei einem Kleinkind Blut abgenommen wird. In dem Fall kann es sein, dass das Kind festgehalten werden muss, da es sich bei Bewegung verletzen könnte oder man mehrmals stechen muss. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, die Gefühle des Kindes in dem Moment ernst zu nehmen, denn das Kind entscheidet selbst, was es als schlimm empfindet!

In der Regel versucht man Untersuchungen „durchzuziehen“, weil es aus organisatorischen und logistischen Gründen einfach nicht möglich ist, bei allen Kindern,  die nicht mitmachen wollen, die Untersuchung zu verschieben. Hier sind Geduld, Flexibilität und eine kindgerechte Herangehensweise gefragt und der Arzt muss sich genau überlegen, mit welcher Untersuchung er beginnt, was er zuletzt macht und was man evtl. weglassen könnte. (Wobei man dazu sagen muss, dass man als Arzt immer mit einem Fuß im Gefängnis steht, wenn man nicht richtig untersucht und dokumentiert. Auch das Risiko eine Krankheit zu übersehen steuert unsere Arbeit, weshalb wir immer genau hinschauen müssen, zum Wohle des Kindes und zum eigenen Wohle!)

Sollte ich den Arzt wechseln, wenn mein Kind sich nicht wohl fühlt?

 

Anstatt den Kinderarzt zu wechseln, möchte ich dich darum bitten zuerst das Gespräch zu suchen. Da wir als Ärzte, genauso wie ihr als Eltern, immer nur das Wohl des Kindes im Auge haben (auch wenn man das zwischenmenschlich vielleicht nicht immer so empfindet), finde ich es wichtig, gemeinsam eine Lösung zu finden. Das geht nur, wenn man wohlwollend ins Gespräch geht, auf der Ebene der Verbundenheit miteinander kommuniziert und ohne Vorwurf seine Sorgen äußert.

Ich wiederhole mich, aber es ist wichtig:

Es war mir ein Anliegen darüber sprechen, dass es nicht deine Verantwortung ist, dafür zu sorgen, dass dein Kind lieb oder brav während der Untersuchung ist, dass niemand erwarten kann, dass sich das Kind wohlfühlt, gerne nackt ist, gerne macht was fremde Leute ihm sagen, dass es die ganze Zeit geduldig ist, auch wenn es vielleicht schon ewig in einem sehr lauten Wartezimmer gesessen hat.

Es ist die Hauptverantwortung vom Praxispersonal, dass sich das Kind gesehen, wertgeschätzt und respektiert fühlt.

Wenn etwas traumatisierendes passiert ist, weil man z.B. unbedingt Blut abnehmen musste, und das Kind um sich geschlagen hat und tatsächlich festgehalten werden musste, dann ist es ganz wichtig, dass man es ernst nimmt. Wir sind nicht diejenigen, die entscheiden dürfen ob ein Kind eine Situation als traumatisierend empfindet. Das Kind entscheidet durch seine eigene Interpretation, wann eine Grenze überschritten wird!

Wenn du dich für das Thema Trauma und den Umgang mit traumatischen Erlebnissen interessierst, dann mache ich dazu gerne noch einen Podcast! Mütter können, wenn ein Kind große Panik in der Praxis hatte, wesentlich dazu beitrag, dass die Energien der Panik nicht im Körper bestehen bleibt, sondern ‚losgelassen‘ werden kann!

Ich hoffe ich konnte dir und deinem Kind hier helfen!

Deine Désirée

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Liebe Mami!

Das bin ich.

Das Bild wurde (OTTO Katalog) an einem heißen Sommertag auf einem getrockneten Maisfeld geknippst. Die Fotografin war ganz verliebt in meine schwarzen Haare, die Grübchen und meine braune Hautfarbe.

Am Tag vorher wurde ich von meinen Klassenkameraden nach der Schule abgefangen und im Kreis herumgeschubst – alle sangen:

„Du reibst dich doch mit Scheisse ein“.

Ich hatte Angst, dass ich den Schulranzen, den man mir weggenommen hat, nicht wieder kriege, weil meine Eltern arm waren und lange dafür gespart hatten. Ich hatte Angst, dass ich stürzen und mich verletzen konnte.

Ich habe meiner Mutter nichts davon erzählt, weil das für mich normal war. Am gleichen Abend, kurz vor dem schlafengehen, ölte ich mich von Kopf bis Fuß ein, puderte mich zu, bis ich komplett weiß war und betete:

„Lieber Gott- wenn es dich wirklich gibt, bin ich morgen weiß.“

Ich war am nächsten morgen nicht weiß, nicht mal ein bisschen.

Ich blieb das schwarze Schaf der Klasse.

Vom lieben Gott hielt ich dann auch nicht mehr allzu viel (er hat mir auch nicht den Wunsch erfüllt, wie Bibi Blocksberg hexen zu können!)

 

Mein ehrliches Mitgefühl für alle Menschen, die sich ausgestoßen fühlen, weil sie anders sind.

 

Zu erkennen, dass alles verbunden ist ist eine tiefe Erfahrung auf der Herzensebene – nicht nur im Kopf. Die Herzensbildung ist genau die, die heutzutage auf der Strecke bleibt.

Sprich mit deinem Kind – denn Kinder sind nicht immer offen, für alles, auch wenn viele das gerne so darstellen. Kinder können wohl Unterschiede erkennen, vielen macht das auch Angst.

Egal wie gutherzig ein Kind ist, den Dynamiken, die entstehen, wenn ein Anführer-Kind zum Schaden anrichten aufruft, können viele Kinder nicht widerstehen. Manchen ist dabei bewusst, dass das was sie tun nicht in Ordnung ist, anderen wiederum nicht.

 

Wir können nicht kontrollieren was unsere Kinder denken, fühlen oder sagen.

Wir können aber in tiefer Verbundenheit mit ihnen leben, in ihre Welt eintauchen, an ihren Erlebnissen teilhaben und unter anderem so mitbekommen, wo eventuell noch mehr Herzensbildung notwendig sein könnte.

Würde es dich interessieren, wie ich heute damit umgehe?

Was genau?

 

Deine Désirée

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Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich arbeiten gehe?

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In meiner neuen Podcast Episode habe ich die liebe Yavi Hameister vom Blog mama-moves.de zu Gast. Gemeinsam haben wir über das Thema Mutter sein und arbeiten gesprochen und uns die Frage gestellt, ob man eine weniger gute Mutter ist, wenn man arbeiten geht.

Yavi ist Lifestyle-, Mama- und Fitness-Bloggerin. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder UND ist gleichzeitig freie Journalistin, Buchautorin, Personal Trainerin und Ernährungsberaterin. Sie weiß also ganz genau, was es heißt, Kind und Karriere unter einen Hut kriegen zu müssen.

Über folgende Themen haben wir in unserem Interview gesprochen:

 

– Ist es für mein Kind besser/schlechter, wenn ich „nur“ Mutter bin?
– Aus welchen Gründen bleiben Mütter zuhause bzw. gehen Mütter wieder arbeiten?
– Leben Mütter, die zuhause bleiben ihre Erfüllung?
– Sind Mütter, die arbeiten gehen und „Karriere machen“ wollen “Ego gesteuert”?
– Wie bringe ich Kinder, Karriere und Partnerschaft unter einen Hut?
– Kann ich trotz Job als Mutter präsent sein?
– Warum alle Mütter gehört und verstanden werden müssen, egal welchen Weg sie gehen
– Warum es kein richtig und kein falsch gibt und dass es darum geht, was DICH und deine Familie glücklich macht
– Über Mom Shaming, Mom Guilt und Verurteilung
 

Du kannst den Podcast auf meinem YouTube  Kanal anhören.

Oder direkt hier:

 

Viel Spaß dabei!

Deine Désirée

 

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