Schuldgefühle wollen gehört werden

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Liebe Mami!

Mein letzter Post war für dich vielleicht sehr inspirierend, vielleicht aber auch verletzend. Mehr als 50% meiner Leserinnen hatten danach Schuldgefühle und falls auch du dazu gehörst, möchte ich dich wissen lassen, dass ich mit dir fühle. Ich weiß, dass jedes Licht, jedes Wissen, jedes Stückchen „Mehr-Bewusstsein“ auch eine Schattenseite haben kann – nämlich das Gefühl, als Mutter nicht gut genug zu sein, das Gefühl zu versagen oder pure Verzweiflung, weil mehr und besser und höher und weiter einfach nicht mehr drin ist. Ich wollte dich nicht alleine lassen, mit deinen Schuldgefühlen. Ich weiß, wie sie sich anfühlen, am liebsten möchte man sie wegschlafen, wegessen, wegarbeiten, wegdiskutieren, einfach weg damit! Aber sie verschwinden nicht, du kannst sie vielleicht kurzfristig tief in deinem Inneren vergraben.  Aber sie bleiben und beim nächsten Trigger – überfallen sie dich, noch mächtiger, noch schneller und noch qualvoller als zuvor. Deine Schuldgefühle kannst du nicht ignorieren. Sie wollen gehört werden, denn sie zeigen dir deinen eigenen Wunden, deine eigenen inneren Konflikte – sie haben, so hässlich sie zu sein scheinen, eine freundliche Seite. Vielleicht möchtest du heute versuchen, dich auf genau diese freundliche Seite zu konzentrieren, genau hinzusehen, dich ganz ehrlich zu fragen:
 
Warum habe ich diese Schuldgefühle? Wovor habe ich Angst?

Ich möchte dir EIN wichtiges takeaway heute mitgeben:

 
Finde die EINE Sache, den EINEN Dominostein, der, wenn du ihn anstubst, alle anderen Dominosteine (alles was du dir sonst noch für dich/dein Kind wünscht) ganz von selbst in Bewegung bringt. Du musst nur für dich herausfinden, was dieser erste Dominostein für dich ist. Alle anderen fallen von selbst.

Ich empfehle dir von ganzem Herzen, „Achtsamkeit“ in deinem Leben zu kultivieren. Das ist und war mein erster Dominostein. In dieser Art des Erlebens findest du deine Antworten. Im SEIN (nicht tun! Nicht erreichen wollen) spürst du die IMMER VORHANDENE tiefe Verbundenheit zu dir und zu deinem Kind, so wird sich vieles von deiner „das-muss-ich-besser-machen-Liste“ in Rauch auflösen.

Nachdem ich jeden einzelnen Kommentar auf den letzten Post durchgelesen habe, ist mir eines klar geworden: Die meisten wissen nicht, was Achtsamkeit ist!
Sie kostet nicht mehr Zeit, sie schafft dir Zeit. Es ist kein „mehr zu tun“, es geht darum „weniger tun“.
Es ist kein Schneidersitz, es kann alles sein.
Es dauert nicht lang, sondern kann ganz schnell vorbei sein!
Es ist keine Selbstoptimierung, es ist innerer Frieden. Jede Mami hier, EGAL was die Bedingungen daheim sind, kann achtsamer sein, ohne das Vorhaben „achtsamer zu sein“ als Stress zu empfinden – das verspreche ich!

Weil Ich dich gerne begleiten würde auf dieser Reise, stelle ich für dich die kommenden Tage ein kostenloses EBook mit wenigen und praktischen Tipps zusammen. Falls du meinen Newsletter abonniert hast, wirst du automatisch darüber informiert, ansonsten heißt es: immer mal wieder in meine Story schauen!

Alles was du jetzt brauchst, ist deine Sehnsucht nach mehr Verbundenheit, denn diese Sehnsucht ist dein Motor für Veränderung. Schuldgefühle zeigen dir deine Sehnsucht, nach mehr Einklang und Verbundenheit zu dir selbst an – laut und deutlich.

Wie geht es dir jetzt?

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Ich bin Dr. Mami

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  • Ärztin, Familien- und Life-Coach
  • Gründerin von MAP-Family®
  • Europäisches Diplom für ganzheitliche Medizin
  • in Ausbildung zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin
    Ayurveda Psychologie
  • Lehrerin für achtsame Elternschaft mit Selbstmitgefühl
  • Expertin auf www.bindungsorientiert.com
  • diverse zusätzliche Qualifikationen

Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung. Oscar Wilde

In meinem Leben habe ich unvorstellbar viele Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten. Mark Twain

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Warum Stress Gift für die Kinder ist

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Liebe Mami!

Eltern-Stress: Die Leidtragenden sind nicht nur wir, sondern auch unsere Kinder.

Der Stress, den wir Eltern erleben, ja schon fast einverleibt haben und ausstrahlen, beeinflusst nicht nur unsere Ausgeglichenheit, körperliche Gesundheit oder das Ambiente zu Hause, es beeinflusst nicht nur das, was die Kinder zu ihrer Realität (und vor allem Normalität) machen, es beeinflusst vor allem das Feingefühl, mit dem wir Eltern unseren Kindern begegnen.​

Dieses Feingefühl ist wie eine Antenne, die dazu dient, die Bedürfnisse unserer Kinder aufzuspüren, wahrzunehmen, was sie brauchen, ohne dass sie darum betteln müssen. Das ist die Sprache unserer Verbundenheit: die Fähigkeit, einander zu spüren. Stress ist aber wir eine rostige Auflagerung auf der Antenne, die so viel überhand genommen hat, dass diese bindungs- und bedürfnisorientierte Antenne die subtilen Schwingungen unserer Kinder nicht mehr registrieren kann. Sie bewegt sich nur noch, wenn es stürmt. Stürmische Kinder jedoch, sind in Not. Sie sind alarmiert, weil die Verbundenheit, die sie brauchen, um sich geerdet, geliebt und gesehen zu fühlen, ihnen fehlt.

Man kann seinem Kind noch so oft sagen, dass man es liebt, das was wirklich zählt, das was einem Kind wirklich das Gefühl gibt verstanden, gesehen und geliebt zu werden, das ist die Fähigkeit, schnell und zuverlässig auf seine seelischen und körperlichen Bedürfnisse einzugehen. Aus diesem Bindungstanz entsteht Verbundenheit und durch Verbundenheit entsteht wiederum Feinfühligkeit . Eine besondere Magie liegt in der Fähigkeit seinem Kind gegenüber fürsorglich und liebevoll zu sein, bevor es darum bitten muss.
 
Feingefühligkeit wird aus verschiedensten Gründen durch chronischen Stress herabgesetzt und somit hat chronischer Stress nicht nur einen Effekt auf den Gestressten, sondern direkt auf die Beziehungen zum Kind: das Kind ist ein spiegelndes Wesen. Es liest seinen Wert in den Augen seiner Bindungsperson ab. Nein – nicht durch Lob, nicht durch Geschenke, sondern durch Verbundenheit! Sehr traurig, wenn man bedenkt, dass ein großer Teil des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins aus der Qualität der Eltern-Kind-Beziehung geboren wird. Davon abgesehen ist das ANGEBORENE Bedürfnis nach Verbundenheit (was im übrigen eine spirituelle Erfahrung ist) ein fundamentales im Hinblick auf seelische und körperliche Gesundheit: es verkümmert in modernen Familien zunehmend. Die Folge des unerfüllten, spirituellen Bedürfnisses nach Verbundenheit? Das betroffene Kind kann sein innewohnendes Potential nicht entfalten und wer mit sich selbst nicht verbunden ist, kennt sich selbst nicht und kann kein Glück aus sich selbst schöpfen.

Kinder erfahren ihr wahres Selbst, ihre eigene innere Verbundenheit, in der tiefen Verbundenheit zu ihren Eltern. Sich von Eltern wahrhaftig zu lösen und voll und ganz man selbst zu werden, ist kein Prozess, der durch Abnabelung oder erste Pubertätszeichen automatisch ausgelöst wird. Wahre Ablösung entsteht durch tiefe Verbundenheit zu den Eltern, denn diese sind es, die einem Kind das Zuhause bieten, das ein Kind braucht, um sich selbst zu entdecken.

Stress gehört zum Leben, er kann sogar ziemlich positiv sein, aber: die Dosis macht das Gift. Chronischer Stress ist pures Gift und die Eltern von heute schwimmen darin. Viele Eltern sind konstant so angespannt, dass sie es kaum noch merken – und das ist das fatale: wenn Stress zur Normalität geworden ist. Unsere Kinder brauchen einen sicheren Hafen. Einen Ort zum Ankommen. Einen geschützten Raum, um ihren inneren Frieden zu kultivieren, die innere Verbundenheit zu erleben, aus der sie alles Positive schöpfen können, was sie für ein erfülltes und gesundes Leben brauchen. Durch den Stress der Eltern wird dieser Raum jedoch kontaminiert und wenn das Kind großes Pech hat, vergisst es, wie es ist, einfach zu SEIN, das Hier und Jetzt zu erleben, denn nur darin ist die tiefe Verbundenheit zu finden. Eltern laufen pausenlos in ihrem Hamsterrad: sie TUN, sie sind voller Gedanken aus der Vergangenheit oder voll mit Gedanken über die Zukunft, nur nicht im Hier und Jetzt und damit fehlt ihnen die Wahrnehmung ihrer tiefen Verbundenheit, die in der wertfreien Wahrnehmung des gegenwärtigen Momentes zu finden ist.

Erst wenn wir Eltern verstanden haben, wie wichtig Achtsamkeit (wertfrei im Moment zu SEIN) in der Elternschaft nicht nur für uns aber für die Selbstwerdung unserer Kinder ist, erst dann öffnen wir die Tore für wahre Verbundenheit (zu uns selbst und zueinander) und nur so erschaffen wir die Vorraussetzungen dafür, dass sich unsere Kinder wirklich geliebt und verstanden fühlen. Verbunden – mit sich und der Welt.

Wie geht es dir jetzt, wo du diese Zeilen gelesen hast?

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Ich bin Dr. Mami

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    Ayurveda Psychologie
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  • diverse zusätzliche Qualifikationen

Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung. Oscar Wilde

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Das kleine aber fiese Zungenband

Das kleine aber fiese Zungenband

Das kleine aber fiese Zungenband

Liebe Mami!

Bis vor zwei Jahren war mir nicht bewusst, dass das zu kurze Zungenband ein ganzheitliches Problem darstellt, dass es eine große Qual nicht nur für Babies und ihre Eltern, sondern für Menschen JEDEN Alters bedeuteten kann!
Und damit bin ich nicht alleine, im Gegenteil: so geht es auch allen meiner befreundeten Kinderärzte/Innen und Allgemeinärzte/Innen. Vielleicht gab es eine Vorlesung dazu, die ich geschwänzt habe, vielleicht gab es mal einen potentiellen Schulungspatienten in der Klinik, den ich verpasst habe – aber ich wage zu sagen, dass das nicht der Fall war!
Wäre ich nicht eine IBCLC-Stillberaterin und hätte ich nicht entsprechende Fortbildungen dazu ZUFÄLLIG im Netz gefunden, wüsste ich heute noch nichts darüber.
Was für eine SCHANDE, kann ich nur sagen. Gleichzeitig sehr heilsam für mich, es hat mich mal wieder daran erinnert, dass ich eigentlich nichts weiß!
 
Ich frage mich im Nachhinein, wie vielen Müttern mit Stillproblemen ich den falschen Rat gegeben habe.
 
Wie oft ich das „mein Kind hat Augenringe“ nicht ernst genommen habe.
 
Wie oft habe ich gesagt „solange es gut wächst und trinkt macht das nichts!“
 
…und wieviele der Kinder mit ADHS oder autistischen Zügen in Wirklichkeit ein zu kurzes Zungenband haben – ignoriert oder unentdeckt?
 
Ich frage mich bei Erwachsenen, die einen Herzinfarkt hatten oder 4 Medikamente gegen zu hohen Blutdruck nehmen: Wäre das zu verhindern gewesen, hätte man das Zungenband rechtzeitig durchtrennt?

Dass es Spezialisten gibt ist wichtig. Aber Spezialisierung heißt oft auch, dass es mehr in die Tiefe als in die Breite geht. Das heißt, der Aspekt der Verbundenheit, der ganzheitlichen Wahrnehmung geht verloren – natürlich – man kann einfach nicht alles wissen.

Und auch wenn das, was ich zu diesem Thema weiß, auch wieder nur ein Teil des Puzzles ist, ein anderer Blickwinkel, muss ich diesen Blogbeitrag verfassen, denn wenn du Bescheid weißt, kannst du dich, dein Kind oder jemand anderen, vor sehr viel Leid bewahren.
Denn let’s Face it: höchstwahrscheinlich wird dir sonst (im Jahre 2020) kaum jemand hier weiterhelfen können.

10 Dinge, die du über das zu kurze Zungenband wissen solltest!

  1. Das Zungenband (Frenulum linguae) liegt unter der Zunge und wird bei vielen sichtbar, wenn sie die Zungenspitze Richtung Gaumen heben. Es verbleibt nach der embryonalen Entwicklung als Überrest, es ist eine Faszie in der Mittellinie des Mundes, die normalerweise die Funktion der Zunge nicht einschränkt.
  2. Durch programmierten Zelltod sollte dieser eigentlich verschwinden. Er kann zu dick, zu dünn, zu kurz, zu weit vorne, mittig oder hinten an der Zunge befestigt sein. Manchmal kommt auch zusätzlich ein Lippen- oder Wangenbändchen vor.
  3. Ankyloglossie = einschränkende Zungenbeweglichkeit aufgrund eines zu kurzen Zungenbandes. Es ist vererbbar, wird z.B. vermutlich Ernährung und vielen weitern Faktoren bedingt. Sie ist häufig und bleibt meist unerkannt. In einigen anderen Ländern herrscht deutlich mehr Wissen zum Thema Zungenband. Allgemein werden die Zungenbänder, die bis zur Zungenspitze reichen deutlich häufiger erkannt als die, die sich unter der Schleimhaut verstecken
  4. Ein zu kurzes Zungenband führt zu vielen Still- und Folgeproblemen. Die Zunge ist nicht nur wichtig für Sprache, Nahrung und Atmung. Sie muss richtig liegen (zu kurzes Zungenband – Zunge liegt nicht am Gaumen, sondern am Mundboden —> Gaumen als Teil des Oberkiefers und angrenzende Zähne entwickeln sich falsch, Nasenatmung durch deformierten Gaumen (Gaumen ist Boden der Nasenhöhle) behindert.
  5. Folge: ständige MUNDATMUNG oder offener Mund – das ist NICHT NORMAL! Schnuller kann falsche Atmung auch bedingen, durch falsche Atmung wird Atemluft nicht gereinigt und angefeuchtet: mehr Infektionen der oberen Atemwege, fraglich mehr Allergien.
  6. Durch die nicht-normale-MUNDATMUNG wird das Stresssystem aktiviert: betroffene Kinder wachen nicht nur öfter auf, sie sind unruhiger und können später sogar höheren Blutdruck dadurch haben. Durch chronisch erhöhten Blutdruck (weil z.B. das Zungenband bis ins höhere Lebensalter unerkannt bleibt) kann das zum Herzinfarkt beitragen.
  7. Stillprobleme können sein: Wunde Brustwarzen trotz korrektem Anlegen, Milch fließt am Mundwinkel raus, Baby würgt oder wird bläulich wegen Atemnot, einschlafen vor dem satt sein (Erschöpfung), ständig hungrig und unleidlich (weil nie richtig satt), ständiges an- und abdocken!
  8. Weitere mögliche Probleme bei Babies: Reflux! Regulationsstörung! Exzessives Schreien, Schlafstörungen, Müdigkeit, Reizbarkeit, würgen, grünlicher Stuhl, kleines Kinn (Richtung Hals gerichtet), Atemaussetzer , flacher Hinterkopf, unsymmetrische Körperhaltung (dadurch dass Schlucken und Saugen nicht „normal“ funktioniert, werden andere Muskeln zur Kompensationen aktiviert, diese sind wiederum Teil eines Netzwerkes, sodass alles was damit zusammenhängt ungünstig beeinflusst wird!
  9. Probleme bei größeren Kindern: Hyperaktivität, Sprachstörungen mit sozialer Isolation, niedriges Selbstwert, Kreuzbiss, Erschöpfung, Schlafstörung, Zahn- und Kiefer-Fehlstellung.
  10. Leider wird das Zungenband nicht nur oft übersehen, sondern auch noch häufig falsch therapiert. Achtet darauf, dass ihr bei echten Zungenband-Experten seid. Übrigens: Therapieempfehlungen sind ebenfalls nicht einheitlich. Aber: Vor- und Nachsorge sind sehr wichtig, z.B. Die falsch genutzte Muskulatur, die nicht genutzte Muskulatur, Fehlhaltung usw. sollten ebenfalls nach Lösung des Zungenbandes trainiert werden (je länger die Diagnose gedauert hat, desto wichtiger.)

Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

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  • Dass es so vieles gäbe, was ich über den weiblichen Zyklus nicht wüsste (wann habe ich das behauptet?)
  • Ich würde mich über Mütter stellen, weil ich Ärztin bin (Ich bin selbst dreifache Mutter und das hat wesentlich meine Blick auf alles was ich tue gefärbt)
  • Ich hätte offensichtlich mein Urvertrauen verloren (Bewertungen meiner Psyche – ohne mich zu kennen – sind ziemlich subjektiv und sagen daher mehr über das Projektionsvermögen des anderen aus als über mich. Vorsicht übrigens: wegen unserer menschlichen Neigung zu projizieren, nehmen wir auch die Kinder nicht so wahr wie sie sind und stülpen unsere Wahrnehmung über ihre Realität! Man muss spirituell schon sehr weit entwickelt sein, sehr verbunden mit sich selbst sein, um nicht mehr zu projizieren und man fällt auch leicht immer wieder in seine alten Muster!)
  • Ich hätte im Studium nichts relevantes gelernt und wisse alles mögliche über Impfungen nicht (warum schreiben mir Leute immer, was ich über das impfen denke, obwohl ich nie was dazu sage?)

Warum nimmt man sich die Zeit, um jemanden, den man nicht mag, überhaupt anzuschreiben? Oder Dinge zu lesen, von jemanden, dessen Meinung man nicht schätzt?​

 

Aber da nun mal wieder das Thema Impfung angesprochen wurde, möchte ich doch mal was dazu sagen:

 

Dieses Thema kommt immer mal wieder in meiner Inbox auf, obwohl ich darüber gar nicht auf meinem Profil rede – ich weiß gar nicht, warum manche Eltern versuchen mir irgendeine Meinung anzudichten, ich halte mich hier bewusst zurück zu dem Thema, weil bei vielen der Tunnelblick angetriggert wird und das finde ich ziemlich komisch, denn auf meinem Kanal geht es um Offenheit und Ganzheitlichkeit.

Ganz ehrlich:

Ich habe hier auf meinem Kanal schlichtweg kein Bedürfnis mit GEGNERN zu sprechen. Egal ob Impfgegner oder Nichtimpfgegner. Das sind Energien, die mir fremd sind und die mich stören, weil sie anti-verbindend sind.
 
Ich glaube auch, das ist meine persönliche Meinung, dass Menschen die tiefe Verbundenheit fühlen, keine Gegner sind.
 
Ich habe Freunde, die nicht impfen und dabei total entspannt, nicht aggressiv oder missionarisch unterwegs sind oder ständig diskutieren wollen, sobald sie mit Befürwortern sprechen!
 
Ich habe auch Freunde, die nicht impfen und ständig über Ärzte herziehen müssen, die allen, die nicht ihrer Meinung sind, klarmachen wollen, dass sie ahnungslose Opfer der Maschinerie sind.
 
Ich habe Freunde, die impfen und über alle lachen, die nicht impfen wollen und ich habe Freunde, die impfen und andere wertfrei entscheiden lassen können.
 
Ich mag die Gesellschaft von Menschen, die nicht impfen, aber andere impfen lassen. Ich mag die Gesellschaft von impfenden, die die nichtimpfenden in ihrer Entscheidung respektieren.
 
Man kann also seine Kinder impfen oder nicht impfen ohne dabei GEGEN die andere Richtung zu sein.
Mich inspirieren Menschen, die Dinge tun, weil sie FÜR etwas und nicht GEGEN ETWAS SIND.
FÜR etwas zu sein, entsteht aus einer Verbundenheit. GEGEN etwas zu sein, entspringt nicht der Verbundenheit.
Mich inspirieren Menschen, die zusammen sein können, auch wenn sie anderer Meinung sind.
Wenn man sich wünscht, dass Kinder später in allen Menschen die Menschlichkeit und nicht nur die Hülle sehen können (dazu gehört für mich nicht nur das Aussehen oder der Job, sondern auch zu einem gewissen Grad, die Überzeugungen und somit das EGO) – dann müssen wir das erstmal selbst schaffen. Wir dürfen tief in uns hineinfühlen, denn dann kommen wir an einen Ort, an dem wir erkennen, dass wir weder uns, noch unsere Kinder, noch andere Menschen wirklich kennen und öffnen uns für die Tatsache, dass das was wir meinen zu wissen, vielleicht auch total falsch ist – nur dann sind wir wirklich offen für die tiefen Einblicke in die Wahrheit.
Wir dürfen Vorbild sein.
Und dafür dürfen wir uns hinterfragen!
Lasse ich andere Meinungen gelten?
Bewerte ich andere Menschen für ihre Meinung?
Wenn ich schlecht über andere spreche, was sagt das über mich? Warum habe ich das Bedürfnis in diesem Moment?
Was lernt mein Kind, wenn ich über andere lästere?
Hast du für dich erkannt, wie sich deine Bewertung eines Menschen oder einer Situation verändert, wenn du gut oder schlecht drauf bist?
 
Désirée
P.S:
In diesem Post geht es mir erstmal nicht um die realen Konflikte, wie z.B. Herdenschutz. Mir geht es darum, mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen, denn man kann Menschen auf verschiedenen Ebenen begegnen. Selbst wenn ich fachlich denken würde, es ist eine Katastrophe, dass XY das macht oder nicht macht, kann ich die emotionale Ebene der Person meist verstehen, weil ich die Emotionen Angst und Sorge kenne. Sehr oft erreicht man mehr, wenn man einander zuerst emphatisch begegnet und versteht, bevor man versucht mit Argumenten zu überzeugen, die die Person, die vor einem steht, aus welchem Grund auch immer, gar nicht interessiert. Bevor man jemanden abholen kann, muss man erstmal wissen, wo man hinfahren muss!

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Traumatisierung in der Kinderarztpraxis

Traumatisierung in der Kinderarztpraxis

Traumatisierung in der Kinderarztpraxis

Der Titel klingt zugegebenermaßen etwas provokativ.

Aber vielleicht muss das auch so sein!

Ich bin ehrlich:

Ich weiß nicht, ob ich, wäre ich keine Mami, auch so sensibilisiert wäre, was dieses Thema ‚wie geht die Praxis mit meinem Kind um‘ angeht. Erst als ich selbst Patientin wurde, kam ich in den Geschmack davon, wie es sich anfühlt, wie ein Stück Fleisch behandelt zu werden. Man sprach über mich, als wäre ich nicht da. Nach meinem Kaiserschnitt fror ich so stark, dass die ganze Liege wackelte und statt mich zuzudecken und aufzuwärmen, schob man mich halb nackt in einen OP-Flur und ließ mich dort, ohne ein Wort zu sagen, liegen. Ich persönlich nahm das niemandem übel, vielleicht weil ich die ‚andere Seite‘ kenne, vielleicht, weil ich relativ hart im nehmen bin, vielleicht, weil ich es nicht persönlich nehme.

Aber ich weiß auch, wie es ist, wenn die eigenen Eltern in der Klinik liegen und wie Abschaum behandelt werden. Ich weiß, dass man, wenn es um die Angehörigen geht, viel intoleranter ist und es einem sehr weh tut, wenn man beobachten muss, dass jemand sich z.B. seinen Kindern gegenüber lieblos, respektlos, grob oder ungeduldig verhält.

Und wenn ich ehrlich bin, bin ich manchmal froh um diese Erfahrungen, denn wenn ich eines nie wollte, war es abstumpfen.

Und weißt du was?

Es ist gar nicht so leicht. Denn das was für dich oder dein Kind in der Kinderarztpraxis ‚etwas Besonderes ist‘ ist für den Kinderarzt und sein Team absolute Routine.

Du kennst den Spruch:

‚Dein Alltag ist ihre Kindheit‘? Er erinnert dich als Mutter daran, dass all das was dich nervt, stresst oder treibt im Alltag, nämlich jeden Tag, die Erinnerung ist, die dein Kind in seinem Herzen trägt, die Erinnerung an seine Kindheit.

Vielleicht dürfen wir den auch übertragen, auf die Arztpraxen, die durch ihren Alltag manchmal vergessen, feinfühlig auf deine Bedürfnisse oder die deines Kindes einzugehen. Auch wenn ich das hier schreibe, weil ich eben die ärztliche Seite kenne und stets darauf achte, mir vom Alltag nicht die Menschlichkeit austreiben zu lassen, weiss ich dennoch, dass auch Patienten manchmal verzeihen dürfen.

Dennoch möchte ich mich an dieser Stelle einsetzen, für mehr Menschlichkeit und Achtsamkeit im Umgang mit den unschuldigen Kinderseelen und dir von Mutter zu Mutter zur Seite stehen, wenn du nach einem Kinderarztbesuch Tränen in den Augen hast, weil du das Gefühl hast, dein Kind ist schlecht behandelt worden oder weil dein Kind in all seiner Scham und Panik nicht gesehen und nicht gewertschätzt wurde. Alltag hin oder her- wir müssen einen gemeinsamen Weg finden, denn ein liebevolles Miteinander ist nur möglich, wenn wir unsere Grenzen beachten, egal ob das Kind groß oder klein ist: jede persönliche Grenze ist gleich viel wert!

Ich bin in den letzten Jahren immer und immer wieder auf dieses Thema angesprochen worden:

„Mein Kind hat Angst vor dem Kinderarzt und seinem/ihrem Personal, weil sie unmöglich mit meinem Kind umgegangen sind“.

Viele Mütter fragen mich, wie man damit umgehen soll, wenn in der Kinderarztpraxis Dinge mit dem Kind gemacht werden, unter dem es leidet. Müssen wir einfach cooler sein, nach dem Motto „Augen zu und durch“?

Oder sollten gewisse Untersuchungen eigentlich anders stattfinden?

Ich habe dazu zwei Kernaussagen:

  1. Wenn du mit deinem Kind in die Kinderarztpraxis gehst, bist du nicht diejenige, die dafür sorgen sollte, dass dein Kind dort liebevoll und respektvoll behandelt wird. Das ist etwas, das für das Praxispersonal eigentlich selbstverständlich sein sollte und automatisch passieren sollte.
  2. Wir als Erwachsene, als Kinderärzte, oder du als Mami, haben nicht zu entscheiden, welche Erlebnisse für dein Kind traumatisierend sind. Allein das Kind entscheidet, was für ihn schlimm ist oder nicht.
 

Ich bin mir sicher, dass viele ärztliche bzw. kinderärztliche Eingriffe bei Kindern (zumindest teilweise) als traumatisch empfunden werden. Es ist unsere Verantwortung als Mediziner dafür zu sorgen, dass sich jedes Kind, das vor uns steht, egal ob groß oder klein, gesehen, verstanden und wertgeschätzt fühlt.

Dazu gehört auch, dafür zu sorgen, dass Eingriffe, die potentiell traumatisch sein könnten, wie z.B. eine Blutabnahme, so bedürfnisorientiert wie möglich stattfinden.

Das oberste Bedürfnis in einer solchen Situation ist das Verlangen nach Selbstbestimmung, nach Abstand von Fremden und nach Sicherheit.

(Welcher Erwachsene hat schon gerne Nadeln in seinem Körper? Geschweige denn ein Kind, dass den Sinn und Zweck dahinter nicht versteht…)

Ich weiß natürlich nicht, was in anderen Kinderarztpraxen passiert, aber ich weiß, dass auch in der Erwachsenenmedizin sehr viele Grenzüberschreitungen passieren.

Ich denke, dass die Hauptursache in den Arbeitsbedingungen und dem daraus entstehenden Stress zu finden sind. Stress mindert das Feingefühl, das man doch eigentlich so dringend braucht, wenn man mit Menschen zusammenarbeitet und möchte, dass sie sich wohlfühlen!

Manchmal ist es auch so, dass die Chemie zwischen den Eltern und dem Arzt nicht stimmt, sodass Dinge falsch interpretiert oder „mit dem falschen Ohr“ gehört werden.

Aber egal wie die Situation ist, egal mit welchem Ohr man hört, egal ob man Stress hat oder ungeduldig ist, dies darf nicht auf den unschuldigen und wehrlosen Schultern eines Kindes ausgetragen werden.

Erwachsene können kommunizieren, wenn ihnen etwas nicht passt, Kinder schreien, weinen, ziehen sich zurück oder unterdrücken ihre Gefühle, da muss man umso feinfühliger sein.

Eltern und Praxispersonal sollten als Team auftreten:

„Wir sind für dich da, wir müssen etwas machen was dir nicht gefällt und wir verstehen das, aber wir sorgen dafür, dass es für dich so angenehm wie möglich ist, denn wir sehen und respektieren dich und deine persönlichen Grenzen. Wir nehmen deine Not wahr und werden die Reaktion auf das, was gerade hier passiert, nicht werten.“.

Einen liebevollen und respektvollen Raum zu schaffen, wenn sich ein Kind eingeengt fühlt, ist schlichtweg Aufgabe des Personals!

Es ist leicht zu denken ‚mein Gott, das Kind übertreibt und diese Übermutter kann nicht loslassen‘. Es ist aber wichtiger und liebevoller zu denken: ‚das Kind und seine Mutter fühlen sich nicht wohl, wir müssen das gemeinsam lösen und wenn es keine Lösung gibt, dann können das Gespräch, Respekt und Wertschätzung schon die Lösung sein!‘

 

Wie geht man damit um, wenn das Kind nicht „mitmacht“?

Es ist nicht selbstverständlich, dass sich ein Kind einfach so von fremden Menschen anfassen, jede Untersuchung über sich ergehen lässt und einfach „mitspielt“. Für uns als Ärzte ist manches Verhalten natürlich angenehmer und einfacher, aber wir sollten nicht in die emotionale Bewertung oder Abwertung eines Kindes abrutschen.

Ich spüre immer wieder, dass ‚nicht-brave Kinder‘, die den Arzt womöglich nervös machen könnten, auch Momente sind, in denen Mütter nervös werden. Vielleicht, weil ihr eigenes inneres Kind in dem Moment angetriggert wird, weil ihnen als Kind das Gefühl gegeben wurde, dass sie nur dann liebenswert sind, wenn sie richtig mitmachen.

Ein Kind ist nicht weniger wert, wenn es nicht richtig mitmacht und eine Mutter muss sich niemals für das Verhalten ihres Kindes während einer Untersuchung schämen!

Was ist mit dem Festhalten von Kindern?

 

Viele Untersuchungen beim Kinderarzt können spielerisch durchgeführt werden. Manchmal ist es möglich, die Mutter des Kindes mit einzubeziehen, sodass der Arzt das Kind nicht mal anfassen muss. Gerade bei schüchternen oder ängstlichen Kindern sind ärztliche Geduld und Kreativität gefordert.

Es gibt aber auch Untersuchungen, bei denen eine spielerische Herangehensweise schwierig ist, zum Beispiel wenn bei einem Kleinkind Blut abgenommen wird. In dem Fall kann es sein, dass das Kind festgehalten werden muss, da es sich bei Bewegung verletzen könnte oder man mehrmals stechen muss. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, die Gefühle des Kindes in dem Moment ernst zu nehmen, denn das Kind entscheidet selbst, was es als schlimm empfindet!

In der Regel versucht man Untersuchungen „durchzuziehen“, weil es aus organisatorischen und logistischen Gründen einfach nicht möglich ist, bei allen Kindern,  die nicht mitmachen wollen, die Untersuchung zu verschieben. Hier sind Geduld, Flexibilität und eine kindgerechte Herangehensweise gefragt und der Arzt muss sich genau überlegen, mit welcher Untersuchung er beginnt, was er zuletzt macht und was man evtl. weglassen könnte. (Wobei man dazu sagen muss, dass man als Arzt immer mit einem Fuß im Gefängnis steht, wenn man nicht richtig untersucht und dokumentiert. Auch das Risiko eine Krankheit zu übersehen steuert unsere Arbeit, weshalb wir immer genau hinschauen müssen, zum Wohle des Kindes und zum eigenen Wohle!)

Sollte ich den Arzt wechseln, wenn mein Kind sich nicht wohl fühlt?

 

Anstatt den Kinderarzt zu wechseln, möchte ich dich darum bitten zuerst das Gespräch zu suchen. Da wir als Ärzte, genauso wie ihr als Eltern, immer nur das Wohl des Kindes im Auge haben (auch wenn man das zwischenmenschlich vielleicht nicht immer so empfindet), finde ich es wichtig, gemeinsam eine Lösung zu finden. Das geht nur, wenn man wohlwollend ins Gespräch geht, auf der Ebene der Verbundenheit miteinander kommuniziert und ohne Vorwurf seine Sorgen äußert.

Ich wiederhole mich, aber es ist wichtig:

Es war mir ein Anliegen darüber sprechen, dass es nicht deine Verantwortung ist, dafür zu sorgen, dass dein Kind lieb oder brav während der Untersuchung ist, dass niemand erwarten kann, dass sich das Kind wohlfühlt, gerne nackt ist, gerne macht was fremde Leute ihm sagen, dass es die ganze Zeit geduldig ist, auch wenn es vielleicht schon ewig in einem sehr lauten Wartezimmer gesessen hat.

Es ist die Hauptverantwortung vom Praxispersonal, dass sich das Kind gesehen, wertgeschätzt und respektiert fühlt.

Wenn etwas traumatisierendes passiert ist, weil man z.B. unbedingt Blut abnehmen musste, und das Kind um sich geschlagen hat und tatsächlich festgehalten werden musste, dann ist es ganz wichtig, dass man es ernst nimmt. Wir sind nicht diejenigen, die entscheiden dürfen ob ein Kind eine Situation als traumatisierend empfindet. Das Kind entscheidet durch seine eigene Interpretation, wann eine Grenze überschritten wird!

Wenn du dich für das Thema Trauma und den Umgang mit traumatischen Erlebnissen interessierst, dann mache ich dazu gerne noch einen Podcast! Mütter können, wenn ein Kind große Panik in der Praxis hatte, wesentlich dazu beitrag, dass die Energien der Panik nicht im Körper bestehen bleibt, sondern ‚losgelassen‘ werden kann!

Ich hoffe ich konnte dir und deinem Kind hier helfen!

Deine Désirée

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Die Maskenpflicht bei Kindern – wie gefährlich ist es für sie wirklich?

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Hallo liebe Mami!

Heute sprechen wir über den Aufschrei der sozialen Medien, dass das Tragen von Masken für Kinder lebensgefährlich sei. Ich gebe dir 10 wichtige Tatsachen an die Hand, die hoffentlich für etwas Entspannung von deiner Seite aus sorgen. UND, noch viel wichtiger, wir sprechen über die Einführung der Maskenpflicht für Babys, die in einigen Bundesländern tatsächlich eingeführt wurde.

Viel Spaß beim Lesen!

Sind Masken sinnvoll?

Wenn wir von ‚Maske‘ und ‚Mundschutz‘ sprechen, meinen wir in diesem Zusammenhang ‚Nasen-Mund-Schutz‘. Denn sinnvoll sind diese Masken nur dann, wenn sie richtig getragen (die Nase komplett abdecken und über das Kinn reichen) und sie richtig genutzt werden (Hygieneregeln beachten, nicht berühren etc.). Do-It-Yourself-Masken haben natürlich nicht den gleichen Effekt wie medizinische FFP3 Masken.  Aber ich möchte hier gar nicht so sehr auf die einzelnen Maskenarten eingehen, denn am Ende kommt es vor allem auf Eines an:

Experten empfehlen Masken aktuell, weil sie uns helfen, die Übertragungskette des Sars-CoV-2 zu unterbrechen/verlangsamen. Also, ja: Masken sind sinnvoll!

Wie ich bereits oben gesagt, habe: Scheinbar gesunde Menschen stecken andere Menschen an, ohne es zu wissen! Das liegt daran, dass das Virus schon 1-3 Tage vor Krankheitsbeginn, d.h. vor dem Auftreten der ersten Symptome, übertragen werden kann. Das ist einer der Gründe, warum sich Experten für das Tragen der Maske aussprechen.

(Exkurs: Es scheint momentan so (laut RKI) dass man bis zu 8 Tagen nach Symptombeginn mit einer Ansteckung rechnen muss. Es scheint (noch nicht genug Daten) als ob Menschen, die sehr schwerer erkrankt sind, auch länger als diese 8 Tage ansteckend sein können.)

 
Was hat es mit der im Internet kursierenden Nachricht auf sich, dass Atemschutzmasken bei Kindern durch Atemlähmungen (CO2-Rückatmung) tödlich sein können?

In Anbetracht dessen, dass seit kurzem in vielen Bundesländern eine öffentliche Maskenpflicht (Bayern: ab 7 Lebensjahren, d.h. nach dem 6.Geburtstag, ab 27.4.2020) eingeführt wurde, ist diese Nachricht natürlich für alle Eltern sehr besorgniserregend!


Hier 10 Informationen, die für mehr Klarheit zum Thema ‚Masken bei Kindern‘ sorgen sollten!

  1. Die bisherigen Vorsichtsmaßnahmen gelten -trotz Maskenpflicht- weiterhin! Unnötige Menschenkontakte, Hygienemaßnahmen, sowie das Einhalten von Mindestabstand- gelten trotz Maskenpflicht! Kinder, die sich nicht an diese Regeln halten (können) sollten nicht unnötig in die Öffentlichkeit gehen (insbesondere die, die unkontrolliert rumrennen). Babys werden i.d.R. von euch getragen und wenn ihr euch an die Regeln halten, sind eure Babys
  2. Die Maskenpflicht betrifft (Bayern) NICHT Kinder unter 6 Jahren! Ab 6 Jahren können sie sich gut an “Maskenregeln” halten und sich auch dazu äußern, ob die Maske sie beim Atmen stört, also keine Angst vor unbemerktem Kurze Memo an dieser Stelle: Kinder, die an einer Immunschwäche leiden, tragen ständig solche Masken!
  3. Die eingeführte Alltagsmaske dient dem Schutz ANDERER Menschen!
  4. Wenn kleine Kinder noch nicht in der Lage sind, sich an die “Maskenregeln” zu halten, kann das kontraproduktiv sein, denn um sich vor einer Infektion zu schützen (Erinnerung: Kinder scheinen einen natürlichen Schutz gegen COVID19 zu haben) sollen sie sich nicht im Gesicht anfassen, wenn die Maske aber Rutscht/stört, fassen sie sich umso häufiger ins Gesicht!
  5. Es wurde NICHT das Tragen medizinischer MASKEN empfohlen! Selbstgenähte Masken z.B. reichen völlig aus, diese sind deutlich luftdurchlässiger als die FFP2/3 Masken und ermöglichen einen guten Gasaustausch!
  6. Kinder sollen Masken nur benutzen, wenn sie in der Öffentlichkeit sind (nicht zum Beispiel zum Schlafen, d.h. die Zeit in der die Kinder die Masken tragen ist begrenzt, sie sind wach und stehen unter Beobachtung der Eltern!)
  7. Wenn das Kind sich ständig die Maske vom Gesicht reißt/anfasst/nicht richtig trägt (über Nasenrücken und Kinn) macht das Tragen sowieso keinen Sinn. Kinder unter 3 Jahre machen wohl eher nicht mit 🙂
  8. Kinder atmen mehr Luft ein, als sich unter der Maske sammeln kann. Durch den Atemzug atmet das Kind also auch frische Luft durch die durchlässige Stoffmaske hindurch.
  9. Beim Toben/Spielen sollten sie keine Masken tragen, da sie sich z.B. am Gummizug verletzen können. Toben und spielen: daheim oder ohne “Menschenkontakt” draußen.
  10. Relax! Die Masken sind eine sinnvolle, wenn auch lästige, Notwendigkeit, um die Übertragungskette des Virus zu blockieren.
 
Ich habe gehört, dass einige Bundesländer Babys in die Maskenpflicht mit einbeziehen und ich frage mich ehrlich gesagt, ob das nicht etwas zu weit geht:
  • Es gibt bisher keinen dokumentierten Fall darüber, dass ein Baby einen Erwachsenen mit SARS-CoV-2angsteckt hat.
  • Wenn Babys Angst unter der Maske bekommen, können sie sich nicht einmal dagegen wehren.
  • Babys hüpfen nicht alleine durch den Supermarkt, sie können gut nahe am Körper der Eltern getragen werden und damit den vorgesehenen Mindestabstand zu anderen Menschen einhalten.
  • Eine der goldenen Regeln zur Prävention des plötzlichen Kindstotes bei Babys ist, dass Kinder nicht auf dem Bauch liegen dürfen. Dass dies für das Baby gefährlich sein könnte, wird frischgebackenen Eltern bereits vor und noch lange nach der Geburt immer und immer wieder eingetrichtert. Dass hier eine erhöhte Angst von Seiten der Eltern in Bezug auf das Tragen einer Babymaske vorliegt, kann man sich natürlich vorstellen.
 

Exkurs:

Zum plötzlichen Kindstod (Sudden Infant Death Syndrome = SIDS) will ich nur kurz sagen: Die EINE Ursache ist unbekannt! Die Wissenschaft geht momentan zwar davon aus, dass bei Babys,  die an SIDS verstorben sind, nicht EIN Auslöser (z.B. Bauchlage) dafür ursächlich ist, sondern das Zusammenwirken verschiedener ungünstiger Faktoren eine Rolle spielte (z.B. Bauchlage mit inneren Auffälligkeiten, wie z.B. Veränderungen im Stoffwechsel, anatomische Veränderungen der Blutgefäße des Gehirns oder andere feine Fehlbildungen z.B. des Herzens). Das möchte ich nur noch einmal im Hinblick auf SIDS betonen.

  • Babys sind in höchstem Maße darauf angewiesen, das Gesicht ihrer Bezugsperson zu lesen. Von Geburt an, haben sie die Kompetenzen, die sie brauchen, um das Gesicht ihrer Bindungsperson finden, sehen und in einem gewissen Maße auch interpretieren zu können. Ein Baby liest im Gesicht seiner Eltern, nicht nur die Laune und das Befinden seiner Eltern ab, es findet in ihrer Mimik auch seinen eigenen Wert (z.B. wenn Eltern beim Spiel mit ihrem Baby strahlende Augen haben, wird dem Kind gespiegelt: Du bin wundervoll)! Ein Baby, das sich erschrickt, wird zuerst Augenkontakt mit seinen Eltern aufnehmen, es braucht die Mimik der Eltern, um sich abzusichern, um zu wissen, dass alles in Ordnung ist. Es gibt Untersuchungen die zeigen, dass es Babys unter massiven Stress versetzen kann, wenn Eltern keinen Gesichtsausdruck mehr zeigen (das Still-Face-Experiment). Aktuell forscht auch der renommierte Bindungsforscher Prof. Karl Heinz Brisch zu den Auswirkungen des elterlichen Handykonsums auf die Eltern-Kind-Bindung (wenn Eltern ständig ins Handy starren, fällt die Kommunikation von Gesicht- zu Gesicht zwischen Eltern und Kind weg).
Tipp:

Für diejenigen, deren Babys der Maskenpflicht unterworfen sind: ich würde mein Baby feinfühlig beobachten (hat es Stress, wenn ich eine Maske trage?) und die Zeit, in der ich meine Maske trage (während das Baby auf mich angewiesen ist) auf ein Minimum reduzieren.

Ich bin gespannt, wie es hier noch weiter geht, insbesondere nach Neueröffnung der Krippen. Werden Erzieher kleiner Kinder wirklich den ganzen Tag Masken tragen müssen?

So, nun zum Abschluss noch ein paar wichtige Fakten zum richtigen Umgang mit deiner selbstgenähten Maske:
  1. Wenn sie feucht ist, schützt sie nicht mehr, tausche sie aus: sofort waschen bei 60°. Falls du gerade keine Waschmaschine vor Ort hast, dann bewahre sie in einem luftdicht-verschließbaren Beutel auf, bis du sie waschen kannst!
  2. Backofen-Geheimtipp: Stoffmasken können auch bei 70° trocken (und coronafrei) gebacken werden!
  3. Vor dem Aufsetzten der Maske, sollte dein Kind die Hände waschen, um die Innenseite der Maske nicht mit verschiedensten Erregern zu benetzen.
  4. Nach dem Abnehmen der Maske sollte sich dein Kind das Händewaschen (Siehe Händehygiene, im Corona-Handbuch für Eltern), da ja die Außenseite der Maske mit Erregern kontaminiert sein kann.

Ich hoffe, dass du dir heute viel Neues und auch Beruhigendes mitnehmen konntest!

Im nächsten Beitrag sprechen wir darüber: Was macht die Corona-Krise mit der Kinderseele?

Ich freu mich, wenn du dann wieder dabei bist!


Deine Dr. Mami

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