Schuldgefühle wollen gehört werden

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Liebe Mami!

Mein letzter Post war für dich vielleicht sehr inspirierend, vielleicht aber auch verletzend. Mehr als 50% meiner Leserinnen hatten danach Schuldgefühle und falls auch du dazu gehörst, möchte ich dich wissen lassen, dass ich mit dir fühle. Ich weiß, dass jedes Licht, jedes Wissen, jedes Stückchen „Mehr-Bewusstsein“ auch eine Schattenseite haben kann – nämlich das Gefühl, als Mutter nicht gut genug zu sein, das Gefühl zu versagen oder pure Verzweiflung, weil mehr und besser und höher und weiter einfach nicht mehr drin ist. Ich wollte dich nicht alleine lassen, mit deinen Schuldgefühlen. Ich weiß, wie sie sich anfühlen, am liebsten möchte man sie wegschlafen, wegessen, wegarbeiten, wegdiskutieren, einfach weg damit! Aber sie verschwinden nicht, du kannst sie vielleicht kurzfristig tief in deinem Inneren vergraben.  Aber sie bleiben und beim nächsten Trigger – überfallen sie dich, noch mächtiger, noch schneller und noch qualvoller als zuvor. Deine Schuldgefühle kannst du nicht ignorieren. Sie wollen gehört werden, denn sie zeigen dir deinen eigenen Wunden, deine eigenen inneren Konflikte – sie haben, so hässlich sie zu sein scheinen, eine freundliche Seite. Vielleicht möchtest du heute versuchen, dich auf genau diese freundliche Seite zu konzentrieren, genau hinzusehen, dich ganz ehrlich zu fragen:
 
Warum habe ich diese Schuldgefühle? Wovor habe ich Angst?

Ich möchte dir EIN wichtiges takeaway heute mitgeben:

 
Finde die EINE Sache, den EINEN Dominostein, der, wenn du ihn anstubst, alle anderen Dominosteine (alles was du dir sonst noch für dich/dein Kind wünscht) ganz von selbst in Bewegung bringt. Du musst nur für dich herausfinden, was dieser erste Dominostein für dich ist. Alle anderen fallen von selbst.

Ich empfehle dir von ganzem Herzen, „Achtsamkeit“ in deinem Leben zu kultivieren. Das ist und war mein erster Dominostein. In dieser Art des Erlebens findest du deine Antworten. Im SEIN (nicht tun! Nicht erreichen wollen) spürst du die IMMER VORHANDENE tiefe Verbundenheit zu dir und zu deinem Kind, so wird sich vieles von deiner „das-muss-ich-besser-machen-Liste“ in Rauch auflösen.

Nachdem ich jeden einzelnen Kommentar auf den letzten Post durchgelesen habe, ist mir eines klar geworden: Die meisten wissen nicht, was Achtsamkeit ist!
Sie kostet nicht mehr Zeit, sie schafft dir Zeit. Es ist kein „mehr zu tun“, es geht darum „weniger tun“.
Es ist kein Schneidersitz, es kann alles sein.
Es dauert nicht lang, sondern kann ganz schnell vorbei sein!
Es ist keine Selbstoptimierung, es ist innerer Frieden. Jede Mami hier, EGAL was die Bedingungen daheim sind, kann achtsamer sein, ohne das Vorhaben „achtsamer zu sein“ als Stress zu empfinden – das verspreche ich!

Weil Ich dich gerne begleiten würde auf dieser Reise, stelle ich für dich die kommenden Tage ein kostenloses EBook mit wenigen und praktischen Tipps zusammen. Falls du meinen Newsletter abonniert hast, wirst du automatisch darüber informiert, ansonsten heißt es: immer mal wieder in meine Story schauen!

Alles was du jetzt brauchst, ist deine Sehnsucht nach mehr Verbundenheit, denn diese Sehnsucht ist dein Motor für Veränderung. Schuldgefühle zeigen dir deine Sehnsucht, nach mehr Einklang und Verbundenheit zu dir selbst an – laut und deutlich.

Wie geht es dir jetzt?

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  • Gründerin von MAP-Family®
  • Europäisches Diplom für ganzheitliche Medizin
  • in Ausbildung zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin
    Ayurveda Psychologie
  • Lehrerin für achtsame Elternschaft mit Selbstmitgefühl
  • Expertin auf www.bindungsorientiert.com
  • diverse zusätzliche Qualifikationen

Ziel des Lebens ist Selbstentwicklung. Das eigene Wesen völlig zur Entfaltung zu bringen, das ist unsere Bestimmung. Oscar Wilde

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Warum Stress Gift für die Kinder ist

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Liebe Mami!

Eltern-Stress: Die Leidtragenden sind nicht nur wir, sondern auch unsere Kinder.

Der Stress, den wir Eltern erleben, ja schon fast einverleibt haben und ausstrahlen, beeinflusst nicht nur unsere Ausgeglichenheit, körperliche Gesundheit oder das Ambiente zu Hause, es beeinflusst nicht nur das, was die Kinder zu ihrer Realität (und vor allem Normalität) machen, es beeinflusst vor allem das Feingefühl, mit dem wir Eltern unseren Kindern begegnen.​

Dieses Feingefühl ist wie eine Antenne, die dazu dient, die Bedürfnisse unserer Kinder aufzuspüren, wahrzunehmen, was sie brauchen, ohne dass sie darum betteln müssen. Das ist die Sprache unserer Verbundenheit: die Fähigkeit, einander zu spüren. Stress ist aber wir eine rostige Auflagerung auf der Antenne, die so viel überhand genommen hat, dass diese bindungs- und bedürfnisorientierte Antenne die subtilen Schwingungen unserer Kinder nicht mehr registrieren kann. Sie bewegt sich nur noch, wenn es stürmt. Stürmische Kinder jedoch, sind in Not. Sie sind alarmiert, weil die Verbundenheit, die sie brauchen, um sich geerdet, geliebt und gesehen zu fühlen, ihnen fehlt.

Man kann seinem Kind noch so oft sagen, dass man es liebt, das was wirklich zählt, das was einem Kind wirklich das Gefühl gibt verstanden, gesehen und geliebt zu werden, das ist die Fähigkeit, schnell und zuverlässig auf seine seelischen und körperlichen Bedürfnisse einzugehen. Aus diesem Bindungstanz entsteht Verbundenheit und durch Verbundenheit entsteht wiederum Feinfühligkeit . Eine besondere Magie liegt in der Fähigkeit seinem Kind gegenüber fürsorglich und liebevoll zu sein, bevor es darum bitten muss.
 
Feingefühligkeit wird aus verschiedensten Gründen durch chronischen Stress herabgesetzt und somit hat chronischer Stress nicht nur einen Effekt auf den Gestressten, sondern direkt auf die Beziehungen zum Kind: das Kind ist ein spiegelndes Wesen. Es liest seinen Wert in den Augen seiner Bindungsperson ab. Nein – nicht durch Lob, nicht durch Geschenke, sondern durch Verbundenheit! Sehr traurig, wenn man bedenkt, dass ein großer Teil des Selbstwertgefühls und des Selbstbewusstseins aus der Qualität der Eltern-Kind-Beziehung geboren wird. Davon abgesehen ist das ANGEBORENE Bedürfnis nach Verbundenheit (was im übrigen eine spirituelle Erfahrung ist) ein fundamentales im Hinblick auf seelische und körperliche Gesundheit: es verkümmert in modernen Familien zunehmend. Die Folge des unerfüllten, spirituellen Bedürfnisses nach Verbundenheit? Das betroffene Kind kann sein innewohnendes Potential nicht entfalten und wer mit sich selbst nicht verbunden ist, kennt sich selbst nicht und kann kein Glück aus sich selbst schöpfen.

Kinder erfahren ihr wahres Selbst, ihre eigene innere Verbundenheit, in der tiefen Verbundenheit zu ihren Eltern. Sich von Eltern wahrhaftig zu lösen und voll und ganz man selbst zu werden, ist kein Prozess, der durch Abnabelung oder erste Pubertätszeichen automatisch ausgelöst wird. Wahre Ablösung entsteht durch tiefe Verbundenheit zu den Eltern, denn diese sind es, die einem Kind das Zuhause bieten, das ein Kind braucht, um sich selbst zu entdecken.

Stress gehört zum Leben, er kann sogar ziemlich positiv sein, aber: die Dosis macht das Gift. Chronischer Stress ist pures Gift und die Eltern von heute schwimmen darin. Viele Eltern sind konstant so angespannt, dass sie es kaum noch merken – und das ist das fatale: wenn Stress zur Normalität geworden ist. Unsere Kinder brauchen einen sicheren Hafen. Einen Ort zum Ankommen. Einen geschützten Raum, um ihren inneren Frieden zu kultivieren, die innere Verbundenheit zu erleben, aus der sie alles Positive schöpfen können, was sie für ein erfülltes und gesundes Leben brauchen. Durch den Stress der Eltern wird dieser Raum jedoch kontaminiert und wenn das Kind großes Pech hat, vergisst es, wie es ist, einfach zu SEIN, das Hier und Jetzt zu erleben, denn nur darin ist die tiefe Verbundenheit zu finden. Eltern laufen pausenlos in ihrem Hamsterrad: sie TUN, sie sind voller Gedanken aus der Vergangenheit oder voll mit Gedanken über die Zukunft, nur nicht im Hier und Jetzt und damit fehlt ihnen die Wahrnehmung ihrer tiefen Verbundenheit, die in der wertfreien Wahrnehmung des gegenwärtigen Momentes zu finden ist.

Erst wenn wir Eltern verstanden haben, wie wichtig Achtsamkeit (wertfrei im Moment zu SEIN) in der Elternschaft nicht nur für uns aber für die Selbstwerdung unserer Kinder ist, erst dann öffnen wir die Tore für wahre Verbundenheit (zu uns selbst und zueinander) und nur so erschaffen wir die Vorraussetzungen dafür, dass sich unsere Kinder wirklich geliebt und verstanden fühlen. Verbunden – mit sich und der Welt.

Wie geht es dir jetzt, wo du diese Zeilen gelesen hast?

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  • Ärztin, Familien- und Life-Coach
  • Gründerin von MAP-Family®
  • Europäisches Diplom für ganzheitliche Medizin
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    Ayurveda Psychologie
  • Lehrerin für achtsame Elternschaft mit Selbstmitgefühl
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Kinder?
Angst loszulassen?
Nein, das war es alles nicht.
Vielleicht doch Bequemlichkeit?

Klar war, dass diese Situation voller Aggression, Kälte und Anspannung für unsere ganze Familie toxisch war und etwas passieren musste.

Meistens waren unsere Gespräche so emotional geladen, dass wir gar nicht produktiv miteinander sprechen konnten, entweder wir attackierten und beschuldigten uns gegenseitig oder der einer griff an, während sich der andere zurückzog.

Jogi und ich haben einen ähnlichen Zugang zu Philosophie und Psychologe, so konnten wir in ruhigen Momenten doch wieder zueinander finden. Im Laufe der Zeit ist uns bewusst geworden, dass wir einander überhaupt nicht mehr ganzheitlich wahrnehmen können (Erschöpfung, Tunnelblick durch Stress, Bewertungen des gegenüberliegenden VERHALTENS). Unser Lebensstil hat so viel Schaden in uns angerichtet hat, dass wir den anderen brauchten, um diesen Schaden zu reparieren. Und wenn das nicht geschah, dann krachte es.

Weil es in Wirklichkeit nicht um den Menschen geht, der vor uns steht, sondern um den, den wir hineininterpretieren.

Wunschdenken.
Illusionen, die durch den Blick unseres inneren Kindes entstehen, es wirkt wie ein Filter der Wahrheit: Es erschafft sich seine eigene Realität und eine eigene Interpretation des Partners.
Ich gehe sogar soweit zu sagen:
in Wirklichkeit kennen wir den Menschen, den wir angeblich lieben gar nicht richtig und die Person kennt sich selbst genau so wenig. Es sei denn, wir sind bereit für Verbundenheit.
Jogi und mir wurde bewusst, dass wir mit zweierlei Maß messen:
Der wohlwollende Blick, den wir so gerne ansetzen, wenn es um den Umgang mit unseren Kindern geht, sollte auch dem Partner und uns selbst gebühren.

Man kann den Kindern nicht wirklich offen begegnen, ohne auch dem Partner und sich selbst offen zu begegnen. Solange wir nicht offen sind, müssen wir uns eingestehen:
wir kennen einander nicht wirklich – obwohl wir uns so gut kennen! Wir kennen DIE ROLLE, die wir im Leben eingenommen haben, aber nicht unsere Essenz!
Wenn wir mit unseren Partnern streiten, sie abwerten, verurteilen, kritisieren, ignorieren, nicht wertschätzen etc… spricht oft unser inneres Kind. Im Endeffekt streiten zwei innere Kinder in erwachsenen Köpern miteinander.
 

Sie sehen und hören oft nur noch das, was ihre Glaubenssätze durchlassen.

Das ist auch der Grund, warum ich denke, dass wir uns nicht wirklich in unserer Essenz erkennen, solange unsere innere Kinder uns daran hindern, uns selbst, aber auch unseren Partner (und sogar unser Kinder) zu erkennen.

Wir alle tragen unreife und unschuldige innere kinder in uns. Wir sind hart zu ihnen, weil wir erwarten, als Erwachsene auch komplett gereift sein zu müssen. Sie brauchen aber Liebe und Akzeptanz.

Das zu erkennen war wichtig für uns.
Zu erkennen, dass wir so wenig wissen und verstehen, voneinander, von uns selbst, von der Welt hat (meistens :-)) große Offenheit und damit tiefe Verbundenheit zu uns selbst, zueinander und der Welt ermöglicht.

Jeder von euch weiß es: die Liebe, die aus der Verbundenheit entsteht, ist eine spirituelle Erfahrung.

Findest du den Gedanken, niemand richtig zu erkennen, wenn wir durch die Augen unseres inneres Kindes schauen, befreiend oder beängstigend?

Deine Désirée

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Als wir sie nach einem Krampfanfall untersuchen wollten (zum Ausschluss Hirnblutung), krabbelte sie zu ihrem Schutz auf den Schoß derjenigen Person, die ihr das alles angetan hatte.

Bindung ist ein schlaues evolutionäres Werkzeug, das das Überleben des Menschen sichern soll. Die Sehnsucht nach Liebe von unserer Bindungsperson ist enorm. Unter anderem in dieser Sehnsucht liegt der Grund, warum viele unserer Kinder alles tun würden, um geliebt zu werden, bzw. sich geliebt und liebenswert zu fühlen. Dafür würden sie sich nicht nur schlecht behandeln lassen, sie würden auch zu jemanden werden, der sie gar nicht sind.

Und hier liegt das Kernproblem der meisten Eltern: SIE WISSEN NICHT WER SIE SIND. Ihre Kindheit (nicht nur zuhause sondern auch auswärts) hat zum großen Teil dazu beigetragen, dass sie nur gewisse Teile an sich wahrnehmen/erleben konnten. Ihr wahres ICH, ist vergraben, unter ihrer antrainierten Identität.

Deine Identität ist wie eine Holzskulptur, die du mit den dir zur Verfügung stehenden Werkzeugen (Lebensefahrungen) geschnitzt hast. Der Baum, aus dem das Holz aber gewonnen wurde, so pur und rein, einfach in seinem SEIN, das ist deine wahre ESSENZ.
Wenn du in einer anderen Familie mit anderen Erfahrungen aufgewachsen wärst, dann wäre dein Gefühl von „ICH“ ein möglicherweise ganz anderes als jetzt.

Es führt kein Weg daran vorbei, wir machen das gleiche mit unseren Kindern und bis zu einem gewissen grad ist das schlichtweg nicht vermeidbar. Aber eben nur bis zu einem gewissen Grad.

Daher ist das wichtigste Werkzeug, dass wir Eltern erlernen müssen, das der Achtsamkeit. Ohne sie, schaffen wir es nicht, unsere innere Verbundenheit zu erlangen. Sie führt uns zurück an unseren Wesenskern und NUR von diesem Kern heraus, können wir unseren Kinder erlauben, die zu werden, die sie sind.

Denn NUR aus dieser inneren Verbundenheit heraus, hören wir auf, unsere Kinder durch die Brille unserer Ängste, Projektionen, Vorurteile und Bewertungen zusehen und sie so durch unsere Reaktion auf sie- zurechtzustutzen.

Ich habe dich Eingangs gefragt:
„Liebst DU dein KIND wirklich, oder bildest du dir das nur ein?“.

Ich meine diese Frage tatsächlich ernst.

Wenn DU gar nicht weißt, WER du eigentlich bist und DU DEIN KIND nur durch den FILTER deiner eigenen Erfahrungen \ Gedanken \ Gefühle siehst – ist das Kind, das du meinst vor dir zu haben, vielleicht zu einem großen Teil DEINE große Interpretation?
Wen liebst du denn dann eigentlich?
Das was du da in dein Kind reininterpretierst ODER das Kind selbst?
Bist das auch WIRKLICH DU, die dein Kind liebt oder ist es nur die Idee, die du von dir hast?
Und wenn die Kinder unseren Stress spiegeln, wessen Verhalten legen sie dann an den Tag? Deines oder ihres?
Und wenn du sie dann nicht so gern magst, weil sie dich stressen, dabei spiegeln sie dich nur, magst du dann in Wirklichkeit einfach nur dich selbst nicht?
 

Ich finde das sehr spannend.

Wann fühlst du wirklich tiefe innere Ruhe?
Wie verändert sich dann deine Wahrnehmung von der Welt und deinem Kind?

Deine Désirée

* alle Erkennungsmerkmale verändert

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Das kindliche Bedürfnis, von dem die meisten nichts wissen!

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Liebe Mami!

(Hier kannst du dir den Beitrag als Podcast anhören.)

Was braucht dein Kind noch von dir, damit es sich von seinem Leben umarmt fühlt – und nicht „nur“ von dir?

Wenn von Bedürfnissen gesprochen wird, meinen viele Menschen die körperlichen Bedürfnisse, nach z.B. Nahrung. Wir bewegen uns mittlerweile aber in einer Ära, in der auch die Relevanz seelischer Bedürfnisse nach bedingungsloser Liebe und Geborgenheit immer mehr Akzeptanz finden.

Aber es gibt ein Grundbedürfnis, das leider vielen nicht bekannt ist. Ein Bedürfnis, das oft nicht ernst genommen und leider noch öfter missverstanden wird: das Bedürfnis nach Spiritualität.

 
Ein Baby ist Eins mit dem Universum, solange es geborgen im Bauch heranwächst.
In der Regel bekommt es dort körperlich und seelisch alles was es braucht, ohne dass es darum bitten muss. Es ist Eins mit seinem Universum, wächst in der absoluten Perfektion des Seins auf, denn alle seine Bedürfnisse sind erfüllt (das habe ich hier etwas vereinfacht dargestellt).

Wenn es auf die Welt kommt verändert sich das. Mit seiner Geburt wird ein Kind aus der Perfektion des Seins gerissen.

Es braucht Bindungspersonen, die ständig seine Bedürfnisse erkennen und erfüllen, damit dieses Gefühl des Einsseins mit Allem, der inneren Harmonie, bestehen bleibt.
Manchmal wird es zu laut oder zu hell, zu warm oder zu kalt in seiner Umgebung sein und es kann daran nichts ändern.

Es ist NICHT die Aufgabe der Eltern perfekt zu sein und so schaffen es Eltern schlichtweg nicht immer, die Bedürfnisse ihrer Kinder zu erkennen oder feinfühlig darauf einzugehen und so erlebt das Kind auch mal Spannungen, Stress und Ängste. All das gehört zum Leben – zu einem gewissen Grad. So ist das Kind naturgemäß immer mal wieder getrennt von oder verbunden mit dem Gefühl der Vollkommenheit.

Kleine Kinder schaffen es noch ganz gut, immer wieder Eins zu sein mit dem Universum.

Woran du das erkennst?

Für DICH spürbar wird es, wenn du dein Kind beim Schlafen beobachtest, da kehrt etwas von dem spirituellen Erleben der Verbundenheit in dir ein, wenn du es zulässt, denn in diesem Moment hörst du meist auf zu DENKEN, dein Kind zu bewerten oder beurteilen. Wenn du dein Kind beim schlafen beobachtest, FÜHLST du das, was immer da ist: eure Verbundenheit. Wenn du deinen spirituellen Sinn schärfst, wirst du die Verbundenheit auch zu ganz unerwarteten Dingen/Menschen spüren!!
Dein Kind, je kleiner desto mehr, erlebt immer wieder diese Einheit mit dem Leben, nur nehmen wir Eltern es oft nicht wahr, weil wir oft ungeduldig, nervös und getrieben sind.
 

Sie erleben es:

…. wenn sie Schnee in den Fingern halten oder nur das Glitzern der Sonne auf einer mit Schnee bedeckten Wiese in sich aufsaugen.
 
…..wenn sie (gefühlte Ewigkeiten kann das für uns Eltern dauern) einen Marienkäfer auf einem Ast bestaunen! Ein Kind schaut den Marienkäfer nicht nur an, es fühlt etwas Magisches in sich! Die Zeit steht still für das Kind (und vielleicht auch für den Marienkäfer) in diesem Moment des Seins und in der Wahrnehmung des Hier und Jetzt! Wir Eltern schaffen das nicht, weil wir in Etappen und Zielen denken und das verhindert die Wahrnehmung der Verbundenheit, die gibt es nur im Hier und Jetzt!
 
…. wenn sie Steine sammeln (wir schmeißen sie dann oft wieder genervt weg!) Sie ERLEBEN die Magie und Einzigartigkeit jedes einzelnen Steines.

Erst mit dem zunehmenden Alter erlangen Kinder die kognitive Reife, um sich getrennt von allem anderen zu erfahren. So wichtig dieser Prozess für das ICH-Bewusstsein ist, so gefährlich ist es aber für das spirituelle Bewusstsein.

ALLE (!! ANGEBOREN!!) Kinder wollen spirituell sein. Sie wollen auch mit uns in Austausch gehen, aber wir reagieren oft nicht auf die Magie, die sie versuchen mit uns zu teilen. Statt ins Gespräch zu gehen und ihr spirituelles Verlangen zu stillen, lenken wir sie ab oder ignorieren sie und so langsam hören sie auf uns einzubeziehen in ihre „Welt der Verbundenheit“ (das ist genau das, was die Kindliche Magie ausmacht!)!
Langsam verschwinden die Fragen nach Gott, dem Tod, was Geister und Engel sind oder der Wunsch, gemeinsam ein paar Steine oder Regenwürmer anzusehen. Sie verstummen, weil wir (und das System) sie nicht hören. Irgendwann vergessen sie ihr eigenes spirituelles Bedürfnis, so wie jemand, der nach einigen Tagen Fasten, keinen Hunger mehr spürt. Aber wie jedes unterdrückte Bedürfnis arbeitet es im Inneren weiter und manifestiert sich z.B. in der Pubertät durch zu viel Alkoholkonsum oder Depressionen, später z.B. durch Konkurrenz, Missgunst und Neid, oder zwanghaften Verfolgen von Idealen- oder sonstigem Suchtverhalten.
Das verkümmerte spirituelle Bedürfnis eines Menschen zeigt sich durch die fehlende Verbundenheit nicht nur zu sich selbst, sondern auch zu anderen.

Aber was ist Spiritualität eigentlich?

Ist es der Glaube an Gott, Buddha, dem Leben nach dem Tod, Karma, Globuli oder hat es was mit Meditation zu tun? Sind religiöse Menschen, Veganer oder Nachhaltigkeitsanfechter automatisch spirituell?
NEIN!
(Aber möglicherweise!)
Mit Spiritualität meine ich hier das Gefühl der Einheit und Verbundenheit. Das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.
Sich verbunden mit allem wahrzunehmen sorgt automatisch dafür, dass man sich wie ein Teil des Ganzen fühlt. Eigenständig und doch verbunden.
Wie jede Zelle des Körpers eine Einheit und doch Teil eines Verbandes ist. Die Zelle, die versucht alleine zu arbeiten, verkümmert. Die Zelle, die immer in Balance mit allen anderen Zellen arbeitet, blüht auf.
Egal welchen Namen „das Ganze“ (Gott? Universum? Natur? Liebe?) hat, jeder der es fühlt, weiß was ich meine:
Spiritualität führt zu Urvertrauen und innerer Verbundenheit und es gibt der eigenen Existenz eine noch viel ehrlichere und unvergänglichere Bedeutung als das , was viele oft als wichtig ansehen (Leistung? Noten? Ruhm? Viele Follower? Oft nur Wünsche des Ego, das an der Seite des inneren Kindes nach Anerkennung schreit).
Ich habe dich eingangs gefragt:
Was braucht dein Kind noch von dir, damit es sich von seinem Leben umarmt fühlt – und nicht „nur“ von dir?
Es braucht dich an deiner Seite, um seine spirituellen Bedürfnisse mit ihm zu stillen, denn dann kann dein Kind sich, dich und das Leben so ganzheitlich erfahren wie es ist, denn alles ist verbunden und der spirituelle Sinn macht diese Wahrnehmung möglich. Dein Kind braucht Spiritualität in seinem Leben, dieses Bedürfnis ist ihm angeboren!
Ich wünsche mir für alle Kinder von Herzen, dass ihre Eltern sich weniger intensiv mit den Themen Höflichkeit, guten Noten, adäquate Essmanieren und „früh selbständig werden“ auseinandersetzen.
 
Kinder brauchen in erster Linie einen sicheren Hafen, um sich zu trauen, ihr authentisches ICH zu leben. Eltern sind ein Teil des sicheren Hafens, aber der Hafen ist größer als die Familie. Zum Hafen gehört die Magie der Spiritualität.
 
Sie schenkt Kindern Halt, erdet sie, beflügelt sie, erfüllt sie, sie ist ihr Freund! Sie ist da, wenn Eltern nicht schaffen, ihren Kindern das Gefühl zu geben, bedingungslos geliebt zu werden (was fast unmöglich ist!). Teil von etwas Größerem sein zu dürfen ist wichtig für die menschliche Seele, denn das ist das, wonach sie hungert.
 
In der Verbundenheit zu sich selbst und dem Leben, liegt das Glück, das sich so viele hier für ihre Kinder wünschen.
Womit kann dein Kind Stunden verbringen?
 
Deine Désirée

Blogbeitrag “Lass dein Kind auch mal in Ruhe!”

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Yavi ist Lifestyle-, Mama- und Fitness-Bloggerin. Sie ist verheiratet, hat zwei Kinder UND ist gleichzeitig freie Journalistin, Buchautorin, Personal Trainerin und Ernährungsberaterin. Sie weiß also ganz genau, was es heißt, Kind und Karriere unter einen Hut kriegen zu müssen.

Über folgende Themen haben wir in unserem Interview gesprochen:

 

– Ist es für mein Kind besser/schlechter, wenn ich „nur“ Mutter bin?
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– Leben Mütter, die zuhause bleiben ihre Erfüllung?
– Sind Mütter, die arbeiten gehen und „Karriere machen“ wollen “Ego gesteuert”?
– Wie bringe ich Kinder, Karriere und Partnerschaft unter einen Hut?
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– Warum es kein richtig und kein falsch gibt und dass es darum geht, was DICH und deine Familie glücklich macht
– Über Mom Shaming, Mom Guilt und Verurteilung
 

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Viel Spaß dabei!

Deine Désirée

 

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